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SFP 9 Peinliche Panne für Heckler & Koch – Neue Dienstwaffe fällt bei Polizeitest durch

24.000 neue Dienstwaffen hat die Berliner Polizei beim Hersteller Heckler & Koch bestellt. Bei ersten Tests weist die Waffe erhebliche Mängel auf.
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So nicht für den Dienstgebrauch bei der Berliner Polizei zugelassen. Quelle: PR
SFP 9 von Heckler & Koch

So nicht für den Dienstgebrauch bei der Berliner Polizei zugelassen.

(Foto: PR)

Düsseldorf Die neue Polizeiwaffe SFP 9 vom Hersteller Heckler & Koch hat die Qualitätsprüfung der Polizei nicht bestanden. Bei ersten Tests der Waffen stellten Ausbilder der Berliner Polizei erhebliche Mängel fest.

Laut Informationen der „Bild am Sonntag“ sei von einer schlechten „Treffpunktlage“ und „herausfallenden Magazinen“ die Rede. Die Waffen könnten so nicht für den Dienstgebrauch zugelassen werden.

Der Rüstungskonzern hatte in vielen Bundesländern den Zuschlag bekommen, die Polizei mit neuen Dienstwaffen auszustatten. Zuletzt hatte Bayern angekündigt, Heckler & Koch einen Auftrag zu erteilen. Die Berliner Polizei hat 24.000 Pistolen bestellt.

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, sagte dem Blatt: „Glücklicherweise haben die Kollegen die Mängel erkannt, sonst hätten wir die Pannen-Pistolen so gekauft.“ Heckler & Koch, das in Berlin einen anderen Anbieter als Lieferant ablöst, lehnte gegenüber der „BamS“ eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab.

Ein Sprecher der Berliner Innenverwaltung erklärte gegenüber dem Blatt: „Wir erwarten von jedem Auftragnehmer, dass er den höchsten Qualitätsanforderungen entspricht. Es geht hier um die Sicherheit der Stadt und den Schutz der Polizistinnen und Polizisten.“

Für Heckler und Koch ist das bereits die zweite große Panne bei den Handschusswaffen. Zuletzt hatte das Sturmgewähr G36 für negative Schlagzeilen gesorgt: Alle 167.000 Gewehre, die an die Bundeswehr geliefert worden waren, wurden wegen schlechter Treffsicherheit bei Dauerfeuer und großer Hitzeentwicklung ausgemustert.

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1 Kommentar zu "SFP 9: Peinliche Panne für Heckler & Koch – Neue Dienstwaffe fällt bei Polizeitest durch"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zuerst nochmal G36: Das Gewehr macht genau was es sollte - entspricht dem Lastenheft.
    Vor Gericht gab es fuer das Verteigungsministerium eine aeusserst blamable Niederlage.
    Bevor die Berliner Polizei 24000 Pistolen bestellte, gab es sicherlich Tests, und die waren
    positiv sonst haette es keine Bestellung gegeben. Wenn die ersten gelieferten Waffen nicht
    den Mustern entsprechen muessen sie nachgebessert werden. Ist das nicht moeglich, wird
    die Bestellung annulliert und der Besteller koennte evtl noch eine Schadenersatzforderung
    einreichen. So einfach ist das.

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