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Shanghai Pharma Chinesen melden Interesse an Stada an

Eigentlich schien der Verkauf des Arzneimittelherstellers Stada an die Finanzinvestoren Bain und Cinven ausgemachte Sache. Nun signalisiert jedoch auch die chinesische Shanghai Pharma Interesse. Ein Gegengebot steht aus.
17.05.2017 Update: 17.05.2017 - 14:48 Uhr Kommentieren
Der Arzneimittelhersteller könnte ein neues Angebot aus China erhalten. Quelle: dpa
Stada

Der Arzneimittelhersteller könnte ein neues Angebot aus China erhalten.

(Foto: dpa)

Frankfurt, Schanghai Der Übernahmepoker um Stada ist für die Finanzinvestoren Bain und Cinven offenbar noch nicht gewonnen. Der chinesische Arzneimittelkonzern Shanghai Pharma warf am Mittwoch offiziell seinen Hut in den Ring. Shanghai Pharma habe kürzlich mit mehreren Finanzinvestoren über eine mögliche Übernahme des hessischen Generika-Herstellers gesprochen, teilten die Chinesen mit. „Es gibt aber noch viel Unsicherheit hinsichtlich der Kooperation.“

Ein offizielles Angebot für Stada gebe es nicht. Der Kaufpreis von 70 Euro je Aktie, über den die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte, entspreche nicht der Realität. Bain und Cinven haben 66 Euro je Titel geboten und wollen damit bis 8. Juni mehr als 75 Prozent der Stada-Aktionäre überzeugen.

Die Finanzinvestoren hatten sich im April gegen ein Bündnis aus den Rivalen Advent und Permira durchgesetzt, das nicht mehr als 65 Euro bieten wollte. Nun könnte einer von ihnen mit einem neuen Partner zurückkommen. „Advent und Shanghai Pharma sprechen miteinander, aber ob sie rechtzeitig ein Gegengebot auf die Beine stellen, ist zweifelhaft“, sagte ein Insider. Die Chinesen hatten sich bereits im März – damals zusammen mit CVC – um Stada bemüht, aber kein Angebot auf den Tisch gelegt.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)
Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

(Foto: AP)
Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

(Foto: dpa)
Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)

Auch Banker sind skeptisch, was eine Gegenofferte betrifft. Für die Chinesen dürfte es schwer werden, einen Finanzinvestor zu finden, der als Juniorpartner zum Schulterschluss bereit ist. Beteiligungsfirmen streben in der Regel die Mehrheit an, um freie Hand zu haben. Um diese Probleme zu lösen, lässt sich Shanghai Pharma laut Insidern von der Investmentbank Lazard beraten

Doch für Cinven und Bain wird es schon jetzt schwieriger, die Stada-Aktionäre bei der Stange zu halten. Kaum einer dürfte seine Aktien andienen, so lange nicht klar ist, ob es nicht mehr zu holen gibt. Am Mittwoch hielt sich die Stada-Aktie mit 66,25 Euro über dem Angebot von Bain und Cinven. MM Warburg empfahl den Anteilseignern schon am Dienstag, die Aktien lieber über die Börse zu verkaufen. Die Mehrzahl der institutionellen Investoren wartet ohnehin bis zur letzten Minute, ehe sie sich entscheidet.

Auch für Stada kommen die neu entfachten Spekulationen zur Unzeit. Vorstand und Aufsichtsrat hatten die Offerte von Bain und Cinven den Aktionären bereits zur Annahme empfohlen. Eine andere liege nicht vor und sei auch nicht angekündigt worden, erklärte das Unternehmen. .

  • rtr
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