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Share Now BMW und Daimler stecken mehr als eine Milliarde in gemeinsamen Mobilitätsdienst

Die beiden Autobauer haben zusammen ihren Mobilitätsdienst Share Now gestartet und wollen diesen zügig ausbauen. Dafür sollen auch in Deutschland neue Jobs entstehen.
Update: 22.02.2019 - 12:58 Uhr Kommentieren
Die Konkurrenten kooperieren künftig. Quelle: Reuters
Daimler-Chef Zetsche (l.) und BMW-Vorstandsvorsitzender Krüger

Die Konkurrenten kooperieren künftig.

(Foto: Reuters)

BerlinNutzer von Carsharing und Mitfahrdiensten bekommen künftig ein gemeinsames Angebot der sonst konkurrierenden Autobauer Daimler und BMW. Damit wollen die Unternehmen ihre weltweite Position auf dem umkämpften und wachsenden Markt ausbauen.

Die Konzerne investieren mehr als eine Milliarde Euro, um ihre bestehenden Angebote zu erweitern und zu verzahnen, wie sie am Freitag in Berlin zum offiziellen Start des Zusammenschlusses mitteilten. Sie bringen demnach eine Kundenbasis von mehr als 60 Millionen aktiven Nutzern mit.

Für die beiden bestehenden Carsharing-Flottennamen Car2go und DriveNow soll es eine Übergangszeit geben - bis zum neuen Namen Share Now, wie es weiter hieß. Durch den Zusammenschluss sollen in den kommenden Jahren weltweit bis zu 1000 neue Jobs geschaffen werden, darunter auch in Deutschland.

Das Ganze soll so aussehen: In einem Verbund sind fünf Gemeinschaftsfirmen zusammengefasst - der Hauptsitz wird in Berlin sein. Die Bereiche teilen sich auf in Carsharing (Share Now), Parken (Park Now), Ladestationen für Elektrofahrzeuge (Charge Now), Reiseplanung über eine Mobilitätsplattform (Reach Now) und Mitfahrdienste (Free Now). Die Transaktion wurde den Angaben zufolge am 31. Januar abgeschlossen.

Ziel ist laut BMW-Chef Harald Krüger, einen weltweit führenden Anbieter zu schaffen. „Denkbar sind dabei auch Kooperationen mit anderen Anbietern sowie Akquisitionen von Start-ups oder etablierten Playern“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche.

Die beiden Oberklasse-Autobauer wollen wie viele andere Hersteller weg vom reinen Verkauf von Fahrzeugen hin zu Dienstleistungen rund um die Mobilität und technologiegetriebenen Anbietern wie Uber Paroli bieten.

Dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer zufolge entspricht der Schritt dem Zeitgeist der Digitalisierung. „Wenn man glaubt, man kann alles selbst machen, ist das im digitalen Zeitalter ein Irrweg“, sagte der Branchenfachmann der dpa.

In Deutschland sieht sich die Carsharing-Branche im Aufwind. Immer mehr Menschen registrieren sich für die Dienste, 350.000 Nutzerkonten sind im Laufe des Jahres 2018 dazugekommen, wie der Bundesverband Carsharing diese Woche mitteilte. Insgesamt 2,46 Millionen Nutzerkonten gebe es mittlerweile.

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  • rtr
  • dpa
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