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Sicherheit Deutsche Frachtschiffe rüsten gegen Piraten auf

Früher wurden Gewehre an Bord der Handelsflotte strikt abgelehnt. Nun rüsten immer mehr Frachtschiffe auf. Jede vierte Reederei hat bereits bewaffnete Sicherheitsmänner an Bord - zum Schutz vor Piraten.
29.06.2011 - 15:53 Uhr Kommentieren
Das Containerschiff

Das Containerschiff "Monte Sarmiento" der Reederei Hamburg Süd im Hamburger Hafen beladen.

(Foto: dpa)

Die deutsche Handelsflotte rüstet aus Angst vor Piraten auf: Mehr als ein Viertel der Reedereien hat bereits bewaffnete Sicherheitsleute an Bord. Vor allem im piratenverseuchten Indischen Ozean engagieren die Reeder im großen Stil schwer bewaffnete Söldner, nachdem die Bundesregierung die Bitte der Branche um Soldaten an Bord der Frachter nicht erfüllt hatte. Damit vollzieht die Branche eine Wende um 180 Grad, denn früher wurden Gewehre an Bord strikt abgelehnt.

Der Erfolg gibt den Schiffsbetreibern recht: „Diejenigen, die einen Sicherheitsdienst an Bord haben, werden auch nicht angegriffen“, sagte PWC-Manager Claus Brandt, der am Mittwoch in Hamburg eine Studie zu dem Thema vorstellte.

In der Umfrage der Beratungsgesellschaft PWC unter 100 deutschen Reedereien gaben 27 an, sie beschäftigten bewaffnete Sicherheitsdienste. Weitere fünf Firmen nehmen unbewaffnete Schutzleute mit auf die Reise. Ein Drittel der Schiffsbetreiber gab in der Befragung an, eines ihrer Schiffe sei schon einmal von Piraten angegriffen worden. Die Reeder rekrutieren die Söldner nicht allein, weil sie von Piraten geforderte Lösegelder in Millionenhöhe sparen wollen. „Die Besatzungen rufen immer lauter nach den Schutzdiensten“, sagte Max Johns vom Verband Deutscher Reeder (VEDR), der den Trend zu bewaffneten Schiffen bestätigt. Laut PWC weigern sich immer mehr Matrosen, ohne eine Deckswache mit Gewehr im Anschlag die Reise zu machen.

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