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Sicherung der Rendite BMW will kein Milliarden-Sparprogramm

BMW will Kosten senken – in den kommenden Jahren um einige hundert Millionen Euro. Einem Bericht, wonach der Konzern bis zu vier Milliarden Euro pro Jahr einsparen will, widerspricht der Autobauer.
18.06.2014 Update: 18.06.2014 - 18:44 Uhr 7 Kommentare
Reinemachen bei BMW: Bis 2020 sollen die Kosten offenbar um bis zu vier Milliarden Euro jährlich sinken. Quelle: Reuters

Reinemachen bei BMW: Bis 2020 sollen die Kosten offenbar um bis zu vier Milliarden Euro jährlich sinken.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der Autobauer BMW will in den kommenden Jahren seine Kosten weiter deutlich senken. Angesichts nötiger Ausgaben für neue Antriebe und Modelle müsse ein Ausgleich geschaffen werden. „Dementsprechend streben wir an, auch in den kommenden Jahren den Kostenanstieg um einige hundert Millionen Euro jährlich zu dämpfen“, sagte ein Sprecher am Mittwoch in München. Der Hersteller widerspricht damit der Darstellung des „Manager Magazins“, das ohne konkrete Quellenangabe von geplanten jährlichen Einsparungen in Höhe von drei bis vier Milliarden berichtet (20. Juni).

Das wäre ein massives Sparprogramm, das kaum ohne tiefe Einschnitte zu ermöglichen wäre. Zu dem Bericht wollte BMW indes nicht Stellung nehmen. „Wir kommentieren wie üblich keine Medienspekulationen. Grundsätzlich arbeiten wir ständig am Thema Kostenmanagement, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im internationalen Umfeld zu erhalten“, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Laut Magazin solle das Sparprogramm bis 2020 laufen. Sollte der Konzern bis dahin etwa jährliche Kostensenkungen von rund 500 Millionen Euro umsetzen können, wären das insgesamt rund drei Milliarden Euro.

Tatsächlich will BMW unter anderem seine zuletzt sehr hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung wieder zurückfahren, wie Finanzvorstand Friedrich Eichiner bereits im März bei der Bilanzpressekonferenz betont hatte. Allein dadurch dürften sich die Belastungen um eine stattliche Summe reduzieren lassen. Dazu kommen einzelne Maßnahmen, etwa an den deutschen Standorten, wo etwa bezahlte Erholungs- und Brotzeitpausen zur Disposition stehen sollen. Von einem massiven Sparprogramm war aber bisher nicht die Rede. Aus aus dem Umfeld des Aufsichtsrats war zu hören, dass Einsparungen in der Höhe von bis zu vier Milliarden Euro pro Jahr bisher nicht Thema gewesen seien.

Das sind die Bestseller von BMW
Platz 10 - Mini Countryman - 84.888 verkaufte Fahrzeuge*
1 von 10

Den Auftakt in der Reihe der zehn Bestseller von BMW macht der Crossover der kleinen Schwester. Der Absatz des Countryman ist im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen.

*Stand: Gesamtjahr 2017, Quelle: BMW Geschäftsbericht

(Foto: dapd)
Platz 9 - BMW 4er - 131.688 verkauft Fahrzeuge
2 von 10

Den Auftakt in der Reihe der BMW-Modelle macht dieses Mittelklassefahrzeug. Der Absatz ist zwar um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das reicht aber noch für Platz neun.

(Foto: dpa)
Platz 8 - BMW X3 - 146.395 verkaufte Fahrzeuge
3 von 10

Die Konkurrenz im Segment der kompakten SUVs wird immer enger. Durch die Umstellung auf das neue X3-Modell kam es 2017 zu einem Absatzrückgang um 6,8 Prozent.

(Foto: AP)
Platz 7 - BMW X5 - 180.905 verkaufte Fahrzeuge
4 von 10

Die dritte Generation des SUVs bleibt ein Verkaufserfolg. Im vergangenen Jahr stieg der Absatz des Modells um 8,8 Prozent.

(Foto: PR)
Platz 6 - BMW 2er - 181.113 verkaufte Fahrzeuge
5 von 10

In der Nomenklatur der Münchener ist der 2er eine der jüngsten Modellreihen. Das Coupé ging im März 2014 an den Start. Nach dem starken Start sanken 2017 die Verkaufszahlen allerdings um knapp acht Prozent.

(Foto: dpa)
Platz 5 - Mini Cooper - 194.070 verkaufte Fahrzeuge
6 von 10

Egal welche Generation – der britische Klassiker hat sich längst zu einem der Bestseller der Münchener entwickelt. Im vergangenen Jahr sanken die Verkäufe aber um gut zwei Prozent.

(Foto: PR)
Platz 4 - BMW 1er - 201.968 verkaufte Fahrzeuge
7 von 10

2017 präsentierte BMW den Kompaktwagen erstmals mit Vorderradantrieb. Der Absatz des Modells stieg im vergangenen Jahr um satte 14,7 Prozent.

(Foto: PR)

Wie bei anderen Herstellern auch gibt es bei BMW zwischen den Standorten auch weltweit einen internen Wettbewerb um die Produktionsaufträge. Über zu wenig Arbeit jedenfalls kann sich BMW derzeit aber nicht beklagen - im Gegenteil. Der Autobauer, der in vielen Werken an der Kapazitätsgrenze arbeitet, vermeldet seit langem Rekorde und peilt auch 2014 wieder Bestwerte an. Ziel ist dabei auch eine Umsatzrendite zwischen 8 und 10 Prozent. Diese sei ohne Sparbemühungen in Gefahr, schreibt das Magazin. Das Sparprojekt soll laut Bericht von der Beratungsfirma McKinsey entwickelt werden.

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    • dpa
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    7 Kommentare zu "Sicherung der Rendite: BMW will kein Milliarden-Sparprogramm"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wo BMW spart kann ich Ihnen sagen.
      Gehen wir mal die Punkte durch,
      1. Die 6er Baureihe wird nicht mehr in Dingolfingen gebaut sondern in Steyr in Österreich.
      2. Hatte man sich 2012 geeinigt, die Leiharbeitsqoute zu senken, dies ist nicht geschehen, sondern wurde Kontinuierlich erhöht und kann vertraglich auf 30% angehoben werden.
      3. Seit ende 2012 wird massiv Optimiert und viele Takte wurden komplett wegrationalisiert, oder durch Roboter ersetzt. Hier gilt die Faustregel das 1 Roboter 2 Mitarbeiter langfristig ersetzt.
      4. Es werden entgeltliche Leistungen, der BMW Mitarbeiter gekürzt oder ganz gestrichen. BMW nennt das eine Maßnahme um heraus zu finden, welches Werk Wettbewerbsfähig ist um neue Modelle zu erhalten. Im Endeffekt ist es nur eine Erpressung, Mitarbeiter um die kosten zu senken.
      5. Vertragshändler werden gekürzt.
      6. An der Qualität wird mittlerweile auch gespart, was besonders die Achsen betrifft. Die Achsen sind stellenweise schon leicht bis Mittel korrodiert oder Bleche an den Achsen verbogen. Die Bleche werden einfach per Hand oder mit Zangen zurecht gebogen und mit Schwarzen Stiften übermalt.
      7. Die Lager werden durch Fremdfirmen betrieben, Stichwort Werksverträge etc.

    • Mag richtig sein dass BMW sich derzeit nicht über zu wenig Arbeit beklagen kann und seit langem “Rekorde” vermeldet. Auf der anderen Seite ist aber zu berücksichtigen dass BMW mit 229 Prozent Verschuldung in Bezug auf das Eigenkapital als hoch verschuldet gelten kann. Und diese gilt es abzubauen denn in schwereren Zeiten werden diese schnell zu einem Problem. Hohe Dividenden schütten die Vorstände immer gerne an ihre Aktionäre aus um sie bei Laune zu halten und ihre Verträge verlängert zu sehen, sie täuschen aber nicht selten über die wahre Situation der Firma hinweg.

    • Kosten einzusparen durch Optimierung und Modernisierung der Arbeitsabläufe und Beseitigung von Verschwendungen ist legitim, ja sogar ratsam und daher konstruktiv. Wenn diese Absicht jedoch von der Gier geleitet ist und zu lasten der Produktqualität, sowie Demotivation der Mitarbeiter geht, so ist dieses kontraproduktiv und am Ende destruktiv.

    • Der Hintergrund ist klar: Die Aktie hat seit 09 um 500% in der Spitze zugelegt.Nun fragt sich jeder Investor:Kann es so weitergehen? Nach meiner Meinung nach nicht,denn dann wären wir bald bei über 550 Euro das Stück.Also versucht nun BWW seinerseits Fantasie in den Wert zu blasen.
      Die Frage ist nur-wird das so einfach gelingen ? Wo will man sparen ? Am Personal? Am Material? Noch mehr Leiharbeiter? An den Lohn oder Sachkosten der Stammbelegschaft? An den Zulieferbetrieben,am Marketing,an der Werbung oder gar am Service...?
      Fragen über Fragen...und keine Antworten,wie so oft in der heutigen Zeit.

    • USA Billiglohnland?
      China...Ein Land in dem präsent sein sollte, wenn man dort verkaufen will.
      Ganz nebenbei werden mehr Fahrzeuge denn je in Deutschland gebaut.
      In Zukunft etwas sachlicher kritisieren, wenn man Herrn Reithofer überhaupt kritieseren kann.
      Es gibt beileibe schlechtere Automanager in Deutschland!

    • USA Billiglohnland???
      China ist ein Markt in dem man präsent sein muss, wenn man dort verkaufen will!
      Ansonsten werden auch sehr sehr viele Autos in Deutschland gebaut.
      Also ruhig etwas sachlicher und nüchterner kritisieren, wenn man das bei Reithofer überhaupt kann. Es gibt beileibe schlechtere Automanager!

    • "BMW-Chef Norbert Reithofer habe die Unternehmensberatung McKinsey mit der Ausarbeitung des Projekts beauftragt."
      War der früher bei MCKinsey oder will er dahin (zurück) oder sucht er einen hoch bezahlten schwarzen Peter für irgendein noch unbekanntes (Finan-)Leck?
      Irgendwie witzig, die Produktionen wandern immer in Billiglohnländer deren Bewohner sich dann die Produkte dort nicht leisten können (die ehemaligen Beschäftigten der vormaligen Hochlohnländer aber auch nicht mehr).
      Welchen Preis erhält Herr Reithofer nun? Die golden Karotte?

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