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Siemens Belegschaftsaktionäre wollen Kaeser Entlastung verweigern

Siemens plant den Abbau von 6900 Stellen und die Schließung von zwei Werken. Die Belegschaftsaktionäre wollen Konzernchef Kaeser deshalb die Entlastung verweigern. Unmittelbare Konsequenzen hätte das aber nicht.
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„Der Vorstandsvorsitzende hat das Fehlmanagement bei 'Power and Gas' mitzuverantworten“, heißt es in dem Gegenantrag des Vereins von Belegschaftaktionären in der Siemens AG. Quelle: AFP
Joe Kaeser

„Der Vorstandsvorsitzende hat das Fehlmanagement bei 'Power and Gas' mitzuverantworten“, heißt es in dem Gegenantrag des Vereins von Belegschaftaktionären in der Siemens AG.

(Foto: AFP)

München Die Belegschaftsaktionäre von Siemens wollen Vorstandschef Joe Kaeser wegen des Stellenabbaus in der Kraftwerkssparte auf der Hauptversammlung die Entlastung verweigern. „Der Vorstandsvorsitzende hat das Fehlmanagement bei 'Power and Gas' mitzuverantworten“, heißt es in dem Gegenantrag des Vereins von Belegschaftaktionären in der Siemens AG. Die geplante Schließung des Werks in Görlitz sei eine „unverständliche Überreaktion“. Aus dem gleichen Grund solle auch das für das Segment zuständige Vorstandsmitglied Lisa Davis nicht entlastet werden. Auch der IG-Metall-nahe Verein „Wir für Siemens“, der sich ebenfalls an Siemens-Mitarbeiter mit Aktien des Konzerns richtet, kündigte die Nichtentlastung von Kaeser und Davis an.

Unmittelbare Konsequenzen hätte die verweigerte Entlastung nicht. Die „Welt am Sonntag“ hatte am Samstag vorab als zuerst darüber berichtet.

Siemens plant den Abbau von 6900 Stellen und die Schließung von mindestens zwei Werken in Ostdeutschland, um den erwarteten Auftragsschwund für Gas- und Dampfturbinen zu begegnen. Kaeser hatte zuletzt aber angedeutet, dass das Aus für Görlitz noch vermieden werden könne.

Wegen der Streichungspläne wollen die Belegschaftsaktionäre auch die Dividende nicht erhöhen. In einem weiteren Gegenantrag heißt es, die geplante Anhebung auf 3,70 von 3,60 Euro je Aktie wäre ein falsches Signal – „ethisch-moralisch und unternehmerisch“. Man vermisse unternehmerischen Weitblick. Das gesparte Geld solle lieber investiert werden.

Großen Einfluss auf die Abstimmung haben die beiden Vereine nicht. Der Verein der Belegschaftsaktionäre vertritt in der Regel 0,3 Prozent des Kapitals. Aktuelle und ehemalige Siemens-Mitarbeiter halten nach früheren Angaben rund fünf Prozent der Aktien. „Wir für Siemens“ hat nach eigenen Angaben 1800 Mitglieder.

  • rtr
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