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Siemens Gutachter klärt im Streit um Atom-Tochter

Nach einem Streit hat ein Gutachter den Siemens-Anteil an der Atom-Tochter Areva geringer bewertet als erwartet. Auch wie es mit der Atomstrategie des Konzerns - angesichts der Lage in Japan - weitergehen soll, ist offen.
15.03.2011 - 09:51 Uhr Kommentieren
Der deutschen Sitz des Atomtechnik-Weltmarktführers Areva in Erlangen. Quelle: dpa

Der deutschen Sitz des Atomtechnik-Weltmarktführers Areva in Erlangen.

(Foto: dpa)

München Im Streit um die gemeinsame Atomtochter von Siemens und Areva hat ein Gutachter den Siemens-Anteil auf rund 1,62 Milliarden Euro veranschlagt. Der Münchner Konzern hält rund ein Drittel an dem Joint-Venture Areva NP und will sich davon trennen, um mit derrussischen Rosatom ein neues Nuklearunternehmen zu gründen. Die Gutachter-Bewertung ist zunächst ein Rückschlag für Siemens: Der französische Atomkonzern Areva hatte den Minderheitsanteil der Deutschen zuletzt mit rund zwei Milliarden Euro in seinen Bilanzen stehen.

Allerdings ist das letzte Wort im Streit um die gemeinsame Atomtechnik von Siemens und Areva noch nicht gesprochen: Es steht noch der Urteilsspruch des Schiedsgerichts aus, das Areva angerufen hatte. Das Gremium kann den Kaufpreis für die Franzosen noch um bis zu 40 Prozent herauf- oder herabsetzen. In jedem Fall erwartet Siemens nach Angaben vom Dienstag nun als Folge des Gutachtens einen "deutlich positiven Ergebnisbeitrag" im laufenden Quartal. Spätestens im Januar 2012 werde Siemens seinen Anteile an Areva abgeben. Über seine künftige Atomstrategie angesichts der Vorfälle in Japan meidet Siemens bislang eine Aussage und verweist auf das laufende Schiedsgerichtsverfahren, das dem Konzern jede Äußerung zu dem Thema verbiete. Die Schiedsrichter sollen noch im Frühjahr eine Entscheidung fällen.

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