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Siemens-Konsortium Türkei will wohl mit deutscher Hilfe Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz bauen

Einem Medienbericht zufolge plant die Türkei derzeit ein modernes Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz. Helfen soll deutsches Geld, Know-how und Siemens.
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In der Türkei soll der deutsche Konzern Know-how bei der Planung eines Hochgeschwindigkeitsnetzes liefern. Quelle: dpa
Hochgeschwindigkeitszug

In der Türkei soll der deutsche Konzern Know-how bei der Planung eines Hochgeschwindigkeitsnetzes liefern.

(Foto: dpa)

BerlinDie Türkei will einem Medienbericht zufolge mit deutschem Geld und Know-how ein modernes Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz bauen. Ein Konsortium unter Führung von Siemens solle neue Strecken planen, alte elektrifizieren und moderne Signaltechnik installieren, schreibt „Der Spiegel“.

Der Auftragswert werde auf 35 Milliarden Euro beziffert und schließe auch die Lieferung neuer Züge ein. Vor etwa drei Monaten habe sich die türkische Regierung mit einer entsprechenden Bitte an die Bundesregierung gewandt. Seitdem habe es mehrere vertrauliche Gespräche gegeben. Verhandlungen mit China seien zuvor gescheitert. Die Bundesregierung sehe in dem Projekt die Chance, eine Verschärfung der türkischen Wirtschaftskrise zu verhindern.

Bei einem Besuch von Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiß Ende September in der Türkei soll es auch um die Frage der Finanzierung gehen, berichtete das Magazin. Die Türkei wünsche sich staatliche Exportbürgschaften und einen zinsgünstigen Kredit.

Die Bundesregierung habe keine Zusagen gemacht, sich aber bereiterklärt, über eine finanzielle Unterstützung nachzudenken. Weder die Bundesregierung noch Siemens wollten sich dem Bericht zufolge dazu äußern. Siemens hatte erst im April einen Vertrag zur Lieferung von zehn Hochgeschwindigkeitszügen vom Typ Velaro mit der türkischen Staatsbahn TCDD im Volumen von 340 Millionen Euro geschlossen.

Die SPD hatte kürzlich deutsche Hilfen für die Türkei vorgeschlagen, der ein Verfall der Landeswährung Lira und eine hohe Inflation schwer zu schaffen macht. Beim Koalitionspartner CDU/CSU stieß dies aber mit Verweis auf die politische Lage in der Türkei und die angespannten Beziehungen auf Ablehnung.

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  • rtr
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