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Siemens Krebstherapie-Anlage in Kiel vor dem Aus

Siemens hat nach Marburg nun auch in Kiel die Arbeiten an der Partikeltherapie-Technik eingestellt. Das bedeutet das Aus für eine weitere Krebstherapie-Anlage. Doch Siemens hat dem Land Schleswig-Holstein Ersatz versprochen.
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Es gibt laut Siemens keinen Markt für die Partikeltherapie-Technik, deswegen wurden Projekte in Marburg und Kiel eingestellt. Quelle: obs

Es gibt laut Siemens keinen Markt für die Partikeltherapie-Technik, deswegen wurden Projekte in Marburg und Kiel eingestellt.

(Foto: obs)

MünchenSiemens muss eine weitere prestigeträchtige Krebstherapie-Anlage in den Wind schreiben. Die Arbeiten an der Partikeltherapie-Technik an der Uni-Klinik Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel würden eingestellt, teilten Siemens und das Land Schleswig-Holstein am Mittwoch mit. Der Konzern stimmt zudem die Landesregierung milde: Das Krankenhaus bekommt eine konventionelle Strahlentherapieanlage fast geschenkt. Gemäß der Absichtserklärungen erhalte das USKH eines der modernsten Systeme zu „Vorzugskonditionen“, hieß es.

Vor einigen Wochen hatte Siemens bereits die Partikeltherapie an der Uni-Klinik in Marburg zurückgenommen. Diese Form der Krebsbehandlung hat sich für das Unternehmen zum Millionengrab entwickelt. Allein im vergangenen Quartal verbuchte es für die Technik 381 Millionen Euro an Einbußen und räumte ein, dass es dafür derzeit keinen Markt gebe. Für den Fehlschlag in Kiel kämen allerdings keine neuen Belastungen hinzu, sagte ein Siemens-Sprecher. Die beiden verbleibenden Projekte in Heidelberg und Shanghai würden fortgeführt.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Jost de Jager habe der Absichtserklärung für die Pläne am UKSH nur unter den Bedingungen zugestimmt, dass das Land künftig über ein hochwertiges Strahlentherapiezentrum verfüge und „dass dabei weder dem Land noch dem UKSH ein finanzieller Schaden entsteht. Wir werden nur das bezahlen, was wir auch tatsächlich bekommen und gebrauchen können“, rüffelte der CDU-Politiker das Unternehmen. Es sei bedauerlich, dass die Partikeltherapie nicht nach Kiel komme. „Es reicht aber leider nicht, wenn ein Vertragspartner weiterhin gern an der Realisierung festhalten würde.“ Leider sei Siemens am technischen Risiko gescheitert.

 

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