Siemens Milliarden-Deal sorgt für Unruhe in Brüssel

Siemens plant derzeit die Übernahme des US-Kompressorenherstellers Dresser-Rand, doch der Milliarden-Deal kommt bei der EU-Kommission gar nicht gut an. Sie fürchten den eingeschränkten Wettbewerb.
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Es droht Ärger aus Brüssel. Quelle: AFP
Siemens

Es droht Ärger aus Brüssel.

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Brüssel Die von Siemens geplante Übernahme des US-Kompressorenherstellers Dresser-Rand stößt bei der EU-Kommission auf Bedenken. Eine erste Prüfung ergab nach Angaben der Behörde, dass sich durch den Zusammenschluss die Zahl der wichtigsten Wettbewerber auf Märkten für bestimmte Produkte von drei auf zwei verringern würde. „Dies könnte zu einer geringeren Produktvielfalt und letztlich zu höheren Preisen führen“, kommentierte die EU-Kommission. Folge ist nun eine eingehende Prüfung der geplanten Übernahme. Ein Beschluss solle bis zum 30. Juni fallen. Das Verfahren sei ergebnisoffen, betonten die Wettbewerbshüter.

Sowohl Siemens als auch Dresser-Rand produzieren unter anderem Antriebe wie zum Beispiel Gasturbinen, Industriegasturbinen, Dampfturbinen und Elektromotoren. Die Abnehmer dieser Maschinen sind hauptsächlich in der Öl- und Gaswirtschaft tätig. Siemens will mit dem 7,6 Milliarden Dollar teuren Deal (rund 6,7 Milliarden Euro) eigentlich vom Fracking-Geschäft in den USA profitieren. Wegen des Ölpreisverfalls ist das Geschäft allerdings umstritten. Großer Konkurrent von Dresser-Rand und Siemens ist General Electric.


  • dpa
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