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Siemens Mitarbeiter protestieren gegen Jobabbau

Siemens-Chef Kaeser hat jüngst bekanntgegeben, dass allein in Deutschland weitere 2200 Jobs wegfallen sollen. Hintergrund sind die Schwierigkeiten in der Stromerzeugungs-Sparte. Die Mitarbeiter gehen auf die Straße.
3 Kommentare

„Leider muss an den Mitarbeitern gespart werden"

München/Frankfurt Arbeitnehmervertreter wollen den neuerlichen Stellenabbau bei Siemens nicht ohne Widerstand hinnehmen. Für den 9. Juni plant die Gewerkschaft IG Metall einen bundesweiten Aktionstag an allen Standorten des Elektrokonzerns, wie Beratungen von Betriebsvertretern am Dienstag in Frankfurt ergaben. Bei Kundgebungen, Flugblattaktionen und anderen Veranstaltungen wollen die Arbeitnehmervertreter ihrem Unmut über die weiteren Einschnitte bei dem Unternehmen Luft machen.

Konzernchef Joe Kaeser hatte vergangene Woche bekanntgegeben, dass über den Abbau von insgesamt 9000 Arbeitsplätzen durch den Konzernumbau und wegen der Probleme im Energiegeschäft hinaus noch einmal 4500 Jobs weltweit wegfallen sollen, davon 2200 in Deutschland. Hintergrund sind die anhaltenden Schwierigkeiten in der Stromerzeugungs-Sparte (Power & Gas) sowie die Sanierung ertragsschwacher Geschäfte. Wie sich die Einschnitte auf die einzelnen Standorte verteilen, blieb zunächst offen.

Zu den am stärksten betroffenen Standorten dürfte aber Mülheim in Nordrhein-Westfalen gehören, wo laut Betriebsrat insgesamt 950 Stellen gestrichen werden sollen. Auch in Berlin sind laut IG Metall hunderte Stellen bedroht. In Erlangen soll es dagegen um weniger als 100 Stellen gehen. Die Stromerzeugung von Siemens hat darüber hinaus Standorte in Offenbach am Main, Görlitz, Erfurt und Essen. Siemens kämpft in der Sparte mit Preisverfall und einer Nachfrageflaute bei großen Gasturbinen. Die Gewerkschaft hatte mit deutlicher Kritik auf die Pläne reagiert. Das Management bei Problemen „reflexartig an der Schraube der Personalkosten“, erklärte sie und pochte auf bestehende Vereinbarungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung.

Der Handelsblatt Expertencall
  • dpa
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3 Kommentare zu "Siemens: Mitarbeiter protestieren gegen Jobabbau"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • .... Ein weiteres Beispiel für schlechtes Management aus dem Hause Siemens sieht man an der 100% Tochter Osram. Seinerzeit ein führendes Unternehmen in der Lichttechnologie hat es verschlafen rechtzeitig auf die LED Technologie zu setzen. Jetzt haben die Mitbewerber in dieser Technologie Osram längst um weiten überholt.... .

  • ... Zumal der Konzernumbau von Joe Kaeser alles andere als erfolgversprechend scheint, wenn ich daran denke, dass er einen Erdölausrüster in den USA für zig Milliarden zukauft, wo doch diese Branche bei den niedrigen Preisen selbst schwächelt und wo letztere und viele Energiekonzerne
    aus diesem Grund Personal abbauen und schrumpfen. Worin soll da das potenzielle Wachstum liegen ? In der heutigen Zeit künftige Gewinne auf Erdöl zu setzen ist sowieso nicht besonders sinnvoll, zumal das Rohstoffvorkommen im Gegensatz zu erneuerbaren Energie sehr begrenzt ist.
    Innovation und Forschung werden dort zurückgefahren, der erneuerbaren Energie der Rücken gekehrt. Es ist zu befürchten, wenn es dort so in diesem Stile weitergeht, dass dieser Konzern eines Tages ein Nokia Schicksal erleiden wird, und nur deshalb weil einfach dort auf die falschen Pferde gesetzt wurden. Wer wird dann die Verantwortung dafür übernehmen ? Dann fallen so Floskeln wie "Der Markt war Schuld" !

  • Jobabbbau? Warum wirft man die unfähigen, firmenschädigen Manager nicht fristlos raus und verklagt Sie auf Schadenersatz. Jeder Jobverlust ist nur der Beweis für die Unfähigkeit der Manager. Diese müssen sehr hart, extrem hart für Ihre vorsätzliches Versagen bestraft werden bis hin zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, Staatsbürgerschaft und Vermögen. Wieso wird vorsätzliches Versagen der Manager noch doch Boni belohnt????? Nur der Manager, der die Firma komplett erhält und Menschen einstellt, darf Gehalt erhalten!!! Boni ist generell zu verbieten, da der Arbeitsvertrag besagt: Zum Wohl der Firma und nicht zum Schaden, Vernichtung der Firma tätig zu sein!