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Siemens Siemens-Chef Kaeser fordert langfristige China-Strategie der Wirtschaft

Europa solle eine einheitliche Bewertung zum Umgang mit China entwickeln, so Kaeser. Unternehmen müssten Chancen und Risiken besser einschätzen.
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Siemens-Chef Kaeser fordert von Deutschland und Europa mehr Einigkeit im Umgang mit China. Quelle: AFP
Joe Kaeser

Siemens-Chef Kaeser fordert von Deutschland und Europa mehr Einigkeit im Umgang mit China.

(Foto: AFP)

BerlinDer künftige Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Siemens-Chef Joe Kaeser, hat sich für eine langfristig orientierte, gemeinsame China-Strategie von Wirtschaft und Politik ausgesprochen.

Kaeser teilt am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: „Wir brauchen für Deutschland und Europa eine ganzheitliche und differenzierte Bewertung zum Umgang mit China. Das schließt die politische und wirtschaftliche Einschätzung der großen Chancen aber auch die Herausforderungen mit ein.“

Kaeser übernimmt ab Februar seine neue Stelle im Asien-Pazifik-Ausschuss. Er ging auch auf die geplante Fusion der Zugsparten von Siemens und Alstom ein.

„Die beabsichtigte Formung eines global agierenden Europäischen Champions in der Bahntechnik wird ein prominenter Testfall werden, ob die Europäische Union verstanden hat, wie man mit umsichtiger und langfristig angelegter Unternehmenspolitik nachhaltige Antworten auf staatsgelenkte Firmenpolitik findet“, so Kaeser.

Die Zusammenlegung der Zugsparten von Siemens und Alstom aus Frankreich ist vor allem eine Antwort auf die Konkurrenz durch den weltgrößten Bahnkonzern CRRC aus China. Das Fusionsprojekt wird derzeit von den EU-Wettbewerbshütern intensiv geprüft.

Der Industrieverband BDI fordert in einem neuen Grundsatzpapier zu China unter anderem, die EU-Fusionskontrolle zu überprüfen. Während in China durch Eingriffe der Regierung im weltweiten Maßstab Großkonzerne geschmiedet werden, berücksichtigen die EU-Wettbewerbshüter als relevanten Markt bei europäischen Fusionen allein Europas Binnenmarkt. Außerdem verzerre China durch staatliche Eingriffe Märkte und Preise.

Kaeser findet: „Die deutsche Wirtschaft sollte sich auf ihre Kraft und Stärken berufen und kritische Themen gemeinsam mit der Politik selbstbewusst und lösungsorientiert angehen. In einer Welt, die mit der Digitalisierung die 4. Industrielle Revolution eingeleitet hat, haben Nationalismus und Protektionismus keinen Platz.“

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  • dpa
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