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Siemens-Tochter Dresser-Rand Chef bekommt zum Abschied mehr als 113 Millionen Dollar

Im Juni übernahm Siemens den US-Kompressorenhersteller Dresser-Rand. Einen Monat später scheidet Chef Vincent Volpe aus dem Unternehmen aus – und lässt sich seinen Abschied von Siemens fürstlich vergolden.
23.07.2015 - 18:43 Uhr Kommentieren
Erst im Juni kaufte Siemens Dresser-Rand für 7,8 Milliarden Dollar. Quelle: Reuters
Zukauf

Erst im Juni kaufte Siemens Dresser-Rand für 7,8 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)

München Der scheidende Chef des Siemens-Zukaufs Dresser-Rand kassiert zum Abschied kräftig ab. Vincent Volpe wird das Unternehmen mit mehr als 113 Millionen Dollar verlassen, wie aus Unterlagen hervorgeht, die Dresser-Rand bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat. Darüber berichtete auch das „Manager Magazin“ (Erscheinungstermin: 24. August).

Siemens erklärte auf Anfrage, die Zahlungen an Volpe beruhten auf vertraglichen Verpflichtungen, die bereits vor der Übernahme zwischen Dresser-Rand und seinem Management bestanden hätten. An diese vertraglichen Verpflichtungen halte man sich. Ansonsten wolle man sich zu individuellen Verträgen nicht äußern.

Siemens hatte den Erwerb des US-Kompressorenherstellers Dresser-Rand für 7,8 Milliarden Dollar Ende Juni nach grünem Licht von der EU-Kommission abgeschlossen. Damit wurden auch Zahlungen an die Manager für ihre Aktien und Optionen fällig. Alleine für Aktien und Optionen erlöst Volpe 93 Millionen Dollar, hinzu kommt eine „Goldener-Fallschirm“-Vereinbarung über weitere rund 20 Millionen Dollar, wenn Volpe Ende August ausscheidet. Ab 1. September übernimmt dann der Dresser-Rand-Manager Christopher Rossi die Führung. Gut dotierte Ausstiegsklauseln für den Fall von Übernahmen sind in den USA durchaus üblich.

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte die Dresser-Rand-Übernahme ausgerechnet kurz vor dem drastischen Ölpreisverfall eingefädelt. Inzwischen muss die Branche sparen und baut auch Stellen ab, was für Kritik am hohen Kaufpreis gesorgt hatte.

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    Was mal alles Siemens war
    Siemens will sechs Milliarden Euro sparen
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    Siemens Hausgeräte

    Die bekannten Waschmaschinen, Kaffeeautomaten oder Staubsauger mit dem Siemens-Logo stammen in der Regel vom Gemeinschaftsunternehmen Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH), das bereits seit 1967 existiert. Im Jahr 2013 stieg der BSH-Umsatz um 7 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Inzwischen hat sich Siemens aus dem Geschäft ganz zurückgezogen und die Anteile für drei Milliarden Euro an den Partner Bosch verkauft.

    (Foto: dapd)
    Siemens Gamesa
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    Das Geschäft mit Windturbinen hat Siemens im Jahr 2016 mit der spanischen Firma Gamesa zusammengelegt zu „Siemens Gamesa“. An der neuen Gemeinschaftsfirma hält Siemens 59 Prozent.

    Im November 2017 besuchte die britische Königin Elizabeth ein Werk des Unternehmens in Kingston upon Hull (Bild).

    (Foto: AFP)
    Siemens Hörgeräte
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    Die Hörgerätetochter wollte Siemens ursprünglich an die Börse bringen. Nun verkauft der Konzern sie für 2,15 Milliarden Euro. Die neuen Eigentümer sind der schwedische Finanzinvestor EQT und die Hexal-Gründerfamilie Strüngmann. Sollte sich das Geschäft gut entwickeln, bekommen die Münchner über einen Besserungsschein noch einen Nachschlag. Siemens bleibt mit 200 Millionen Euro Vorzugskapital an der traditionsreichen Tochter beteiligt.

    (Foto: dpa)
    Osram
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    Osram

    „Licht ist Osram“, lautet der Werbespruch von Osram. Von 1978 bis 2013 gehörte der Hersteller zu Siemens, dann brachte der Mutterkonzern die Tochter an die Börse. Die Siemens-Aktionäre wurden beteiligt. Der Markt ist jedoch im Umbruch, die Preise für LED-Leuchten sind wegen der großen Konkurrenz unter Druck. Der Hersteller fährt deswegen einen Sparkurs und streicht Stellen.

    (Foto: dpa)
    Gigaset bilanziert zweites Quartal
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    Gigaset

    Das Geschäft mit schnurlosen Telefonen hat Siemens im Jahr 2008 an den Finanzinvestor Arques verkauft, der seit 2011 als Gigaset AG firmiert. Ein Streit über den Verkaufspreis zog sich bis weit in das Jahr 2010 hin, Siemens verzichtet schließlich wohl auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

    (Foto: dapd)
    huGO-BildID: 8061727 ** ARCHIV ** Ein Stopschild ist am 28. Sept. 2006 in Kamp-Lintfort an einer Produktionshalle des Handy-Herstellers BenQ zu sehe
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    Siemens Mobile

    Der Verkauf der Handy-Sparte an den taiwanischen Elektronikkonzern 2005 war für Siemens ein unrühmliches Kapitel. Das Rennen mit Branchengrößen wie Nokia konnte Siemens nicht mithalten, doch auch unter den neuen Besitzer hatte das Unternehmen keine Zukunft. Die Firma mit etwa 7000 Mitarbeitern stellte Ende 2006 die Produktion ein.

    (Foto: ap)
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    Siemens Networks

    Das Geschäft mit der Ausrüstung für Telefonnetze brachte Siemens im Jahr 2007 in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia ein. Nokia Siemens Networks machte danach etliche Sparrunden durch. Anfang Juli kündigte Siemens den Verkauf seines 50-Prozent-Anteil für 1,7 Milliarden Euro an Nokia an.
    Siemens hatte bereits seit langem den Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen gesucht. Mit dem Verkauf des NSN-Anteils treibe das Unternehmen die „Fokussierung auf unser Kerngeschäft weiter konsequent voran“, teilte Joe Kaeser, damals Siemens-Finanzvorstand, mit.

    (Foto: AFP)
    • dpa
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