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Siemens-Tochter Medizintechnikhersteller Healthineers kann nicht von Corona profitieren

Die Siemens-Tochter bekommt ein niedrigeres Patientenaufkommen in der Coronakrise zu spüren. Nur in einem Segment konnten die Erlöse deutlich zulegen.
04.05.2020 - 19:35 Uhr Kommentieren
Die Siemens-Tochter profitiert nicht in allen Geschäftsbereichen von der Corona-Pandemie. Quelle: Reuters
Computertomographen-Werk von Siemens in Schanghai

Die Siemens-Tochter profitiert nicht in allen Geschäftsbereichen von der Corona-Pandemie.

(Foto: Reuters)

München Anbieter von Medizintechnik profitieren nicht automatisch von der Corona-Pandemie. So geht das Aufkommen von Patienten, die andere Gesundheitsprobleme haben, vielerorts zurück - weil Untersuchungen und Operationen aufgeschobene werden.

Auch bei der Siemens-Tochter Healthineers gab es in den vergangenen Monaten ein gemischtes Bild. So stieg der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 (30. September), zwar um 3,3 Prozent auf knapp 3,7 Milliarden Euro. Doch wäre das Wachstum ohne Covid-19 nach Einschätzung des Unternehmens vier Prozent höher ausgefallen.

Vorstandschef Bernd Montag, dessen Vertrag am Vortag verlängert worden war, zeigte sich insgesamt zufrieden: „Unsere Profitabilität haben wir gegenüber dem Vorquartal wieder gesteigert und damit gehalten, was wir versprochen hatten.“ Das bereinigte operative Ergebnis stieg um sechs Prozent auf 659 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich leicht auf 17,9 Prozent.

In den kommenden Monaten könnte Healthineers stärker auch von Corona profitieren. Mit den Computertomographen können die Lungen von Patienten untersucht und der Verlauf überwacht werden. Zudem liefert das Unternehmen bereits einen molekularen Test, mit dem das neuartige Virus nachgewiesen werden kann. Bis Ende Mai plant das MDAX-Unternehmen die Einführung eines Antiköpertests für seine Hochdurchsatz-Analysesysteme. Dieser Test zeigt an, ob bei einem Menschen gegen das Virus eine Immunreaktion stattgefunden hat.

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    Bildgebung legt wieder einmal zu

    Kurzfristig aber überwogen die negativen Aspekte. In der Diagnostiksparte sanken die Erlöse im zweiten Quartal um gut zwei Prozent auf eine Milliarde Euro. Die Marge halbierte sich auf 6,5 Prozent nahezu. Wieder einmal war es das florierende Geschäft mit der Bildgebung, dass den Konzern insgesamt Wachstum bescherte.

    Der Umsatz von Imaging legte um vergleichbar knapp sechs Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu. „Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, etwa durch Verzögerung bei Auslieferungen und Installationen, beeinträchtigten das Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich“, hieß es.

    Auch andere Unternehmen der Branche bekamen zu spüren, dass wegen der Pandemie zum Beispiel manche planbare Operation verschoben wird. Davon hatte beispielsweise der Healthineers-Konkurrent Philips im Bereich der Herz-Kreislauf-Eingriffe berichtet.

    Viele cardiovaskuläre Operationen, die mit Unterstützung der bildgebenden Verfahren von Philips vorgenommen werden, wurden zurückgestellt. Deshalb sank der Umsatz des Bereich im Jahresauftaktquartal im mittleren einstelligen Bereich. Und auch für das zweite Quartal von April bis Juni rechnet Philips hier mit einem weiteren Umsatzrückgang. Allerdings profitierte Philips zumindest von einem höheren Absatz von Beatmungsgeräten und Überwachungsmonitoren für Patienten
    Auch die Hersteller von künstlichen Gelenken oder chirurgischer Ausrüstung sind durch die Corona-Krise negativ betroffen. So hatte im April der US-Konzern Johnson & Johnson seine Umsatzprognose für die Medizintechniksparte deutlich zurückgenommen.

    Auch der Familienkonzern B. Braun, dessen Tochter Aesculap künstliche Gelenke und chirurgische Geräte herstellt, rechnet in diesem Geschäftsfeld mit zeitweise rückläufiger Nachfrage in den von der Coronakrise betroffenen Regionen.

    Mehr: Der Wettlauf um die Kapazitäten für Impfstoffe.

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