Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Siemens und Mercedes in Thailand Phuket will den Verkehrskollaps verhindern – mit deutscher Hilfe

Die Besucherzahlen der thailändischen Insel Phuket steigen rasant. Eine „Smart City“-Initiative mit deutscher Beteiligung soll den Kollaps verhindern.
Kommentieren
Zustände wie in der thailändischen Hauptstadt will man auf Phuket unbedingt verhindern. Quelle: dpa
Stau in Bangkok

Zustände wie in der thailändischen Hauptstadt will man auf Phuket unbedingt verhindern.

(Foto: dpa)

BangkokPhukets Kampf gegen die Auswüchse des Massentourismus beginnt mit einer Flotte von Mercedes-Bussen. Ihre Mission startet an diesem Mittwoch: Dann werden die weiß-blau lackierten Fahrzeuge Phukets internationalen Flughafen mit den rund 50 Kilometer entfernten Stränden im Süden verbinden – und den Urlaubern eine Alternative zu den teuren Taxis und unregelmäßig fahrenden Minivans bieten.

Die Passagiere erhalten während der Fahrt kostenloses W-Lan und USB-Stecker, um ihre Handys aufzuladen. Eine Smartphone-App zeigt, wo sich die Busse gerade befinden und wie lange man an einer Haltestelle warten muss.

Die Busse werden mit ihrem Dienstbeginn zum sichtbarsten Zeichen eines ambitionierten Vorhabens: Phuket möchte sich zu einer „Smart City“ entwickeln und so einen Weg finden, mit dem Besucheransturm zurechtzukommen. Denn das größte Problem der Insel ist ihr Erfolg: Die Touristenzahl wächst rasant. Phuket droht der Kollaps.

Die beliebtesten Reiseausflüge der Welt
Platz 10: Burj Khalifa
1 von 10

Einmal auf die weltweit höchste Aussichtsplattform des 828 Meter hohen Burj Khalifa über Dubai blicken. Mit einem Hochgeschwindigkeitsaufzug geht es in die 124. Etage (von insgesamt 638) rauf, von wo aus man Palm Jumeirah (auch „Palm Islands“, eine künstlich aufgeschüttete Sandinsel mit Luxusvillen), den Hafen von Dubai und Burj Al Arab („Turm der Araber“, einer luxuriösesten und teuersten Hotels der Welt) sehen kann. Der Megawolkenkratzer in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird größtenteils von einem Hotel und für Büros und Suiten benutzt.

(Foto: Reuters)
Platz 9: La Sagrada Familia
2 von 10

Die unter UNESCO-Welterbe stehende römisch-katholische Basilika ragt mit ihren runden Türmen nördlich in der Altstadt von Barcelona hervor. Das Bauwerk des spanischen Architekten Antoni Gaudí ist seit seinem Beginn 1882 noch immer unvollendet. Es soll erst 2026 fertiggestellt sein. 2010 hat Papst Benedikt XVI. das meistbesuchte Monument Spaniens eingeweiht. Die Endlosbaustelle kann nur dank Spenden und Eintrittsgelder weitergebaut werden.

(Foto: AP)
Platz 8: Empire State Building
3 von 10

Wer in New York ist, für den ist der im Stadtteil Manhattan stehende rund 443 Meter hohe Wolkenkratzer ein Muss. Noch 1972 höchstes Gebäude der Welt, soll es durch die Anschläge des 11. Septembers wieder das höchste der Stadt gewesen sein – bis es 2013 durch das neue One World Trade Center abgelöst wurde. Das Art Deco-Meisterwerk ist leicht zu Fuß vom Times und Madison Square zu erreichen.

(Foto: dpa)
Platz 7: Grand Canyon
4 von 10

Wer genug von der bunten Las Vegas-“Hölle“ hat, der kann einen Ausflug zum Grand Canyon mit seiner 450 Kilometer langen Schlucht im Norden Arizonas machen. Der Colorado River hat sich über 40 Millionen Jahre in sein Gestein gegraben und so eine bis zu 1800 Meter tiefe Schluchten erschaffen. Im Nordosten liegt der Canyonlands-Nationapark und flussabwärts, nahe Las Vegas, einer der berühmtesten Staudämme weltweit, welcher nach dem 31. Präsidenten der USA benannte wurde – die Hoover-Talsperre. Dieser 170 Kilometer lange und 180 Meter tiefe Staudamm birgt Überschwemmungen vor und wird zur Stromerzeugung genutzt.

(Foto: AP)
Platz 6: One World Observatory
5 von 10

Der nach dem 11. September auf dem Ground Zero aufgebaute 541 hohe Super-Wolkenkratzer One World Trade Center lädt Besucher der Stadt in ein Observatorium über New York City ein. Mit einem „Sky Pod“ (Aufzug) geht es in 60 Sekunden in den 102. Stock. Oben angekommen kann man an klaren Tagen etwa 80 Kilometer weit die Stadt überblicken.

(Foto: Reuters)
Platz 5: Vatikanische Museen
6 von 10

Der Vatikanstadt kommt man gut durch den Besuch der vatikanischen Museen mit ihren riesigen Kunstsammlungen, der Sixtinischen Kapelle mit den Fresken Michelangelos und dem Petersdom mit seiner wundervollen Marmorstatue „La Pieta“ nahe. Die dazugehörigen Devotionalien finden sich in den dazugehörigen Museumsshops sowie an jeder Straßenecke.

(Foto: dpa)
Platz 4: Chicago River
7 von 10

Auf dem Fluss kann man per Boot die Architektur der Millionen-Metropole entdecken. Die Touren führen auf dem Hauptarm hinunter, den Nordarm zum East Bank Club hinauf und südlich am Willis Tower, dem höchsten Gebäude der Stadt, vorbei. Auf der Bootsfahrt sieht man das 344 Meter hohe John Hancock Center, einem Wolkenkratzer, in dem sich angeblich das höchste Schwimmbad Nordamerikas befinden soll.

(Foto: AFP)

Staus, Umweltverschmutzung und Kriminalität machen dem Urlaubsort, der zu den beliebtesten Touristendestinationen der Welt gehört, zunehmend zu schaffen. Sensoren und Analyse-Software sollen jetzt dabei helfen, die Menschenmengen in den Griff zu bekommen. Auch deutsche Technik ist gefragt: Die Zugsparte von Siemens hat offenbar gute Chancen auf einen Großauftrag.

Der Mann, der die Infrastruktur der Tropeninsel auf Vordermann bringen will, hat sein Büro im Erdgeschoss eines Einkaufszentrums. Auf großflächigen Werbebannern erfahren die Passanten hier von Phadet Jindas Vision: smarte Verkehrssysteme, Big-Data-Analysen, Apps, um sich auf der Insel zurechtzufinden.

Phadet ist Geschäftsführer von Phuket City Development – einer Firma, die von 25 lokalen Geschäftsleuten als Gemeinschaftsunternehmen gegründet wurde, um sicherzustellen, dass Phuket den Touristenmassen auch standhält. „Jeden Tag wollen riesige Menschenmengen vom Flughafen in die Stadt oder zu den Stränden“, sagt Phadet. Die Straßen seien deshalb regelmäßig überlastet. „Der Transportsektor ist derzeit unser größtes Problem.“

Die Mercedes-Busse, die Phadet ab Ende Februar losschickt, sind der erste Schritt seines Entlastungsplans. Wenn es nach ihm geht, soll bereits im kommenden Jahr der Bau einer 60 Kilometer langen Bahnstrecke beginnen, vier Jahre später soll das Projekt fertig sein. Investitionen von rund einer Milliarde US-Dollar seien dafür vorgesehen, sagt Phadet, der das Projekt zusammen mit der Militärjunta in Bangkok vorantreibt.

Favoriten bei den potenziellen Geschäftspartnern hat er bereits: „Uns wurden Siemens und Bombardier empfohlen“, sagt Phadet mit Blick auf seine Gespräche mit dem Hochbahn-Unternehmen in Bangkok, das bereits seit zwei Jahrzehnten mit Siemens kooperiert. „Die chinesische Konkurrenz gilt als unzuverlässig.“

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Strände mit Überwachungskameras
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Siemens und Mercedes in Thailand: Phuket will den Verkehrskollaps verhindern – mit deutscher Hilfe"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%