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Singapore Airlines Boeing erhält Großauftrag aus Singapur

Boeing hat einen milliardenschweren Auftrag von Singapore Airlines eingeheimst. Der Flugzeugbauer soll 39 Großraumflieger liefern. Listenpreis der Bestellung: 13,8 Milliarden Dollar.
09.02.2017 Update: 09.02.2017 - 12:07 Uhr Kommentieren
Boeing hat einen Großauftrag von Singapore Airlines erhalten. Quelle: dpa
Dreamliner-Produktion bei Boeing

Boeing hat einen Großauftrag von Singapore Airlines erhalten.

(Foto: dpa)

Paris Boeing hat einen Großauftrag von Singapore Airlines an Land gezogen. Der Airbus-Rivale liefert 39 Großraumflieger im Wert von 13,8 Milliarden Dollar, wie die Fluggesellschaft am Donnerstag mitteilte. Damit solle die Flotte modernisiert, Wachstum gesichert und der Kerosinverbrauch gedrückt werden, sagte Unternehmenschef Goh Choon Phong. Boeing baut 20 Flieger der Baureihe 777-9 für Singapore Airlines. Dazu kommen 19 Jets des Modells 787-10.

Das Geschäft ist ein Rückschlag für den europäischen Konkurrenten Airbus. Das Unternehmen hat den Bau einer größeren Version seines A350 signalisiert. Allerdings wurden die Pläne erst einmal auf Eis gelegt angesichts der ungewissen Nachfrage nach Großraumflugzeugen.

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    Vom Bootsschuppen zum Luftfahrt-Giganten
    Erste Anfänge im Schuppen
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    In Seattle im US-Bundesstaat Washington wollte William Boeing eine Jacht bauen. Doch dann entdeckte der Unternehmer seine Faszination für das Fliegen und funktionierte das Gebäude kurzerhand zur Flugzeugfabrik um. Das sollte sich als gute Idee erweisen: Heute ist Boeing Weltmarktführer. Der legendäre „Red Barn“ – der erste Werksschuppen – steht im Luftfahrtmuseum von Seattle.

    (Foto: Reuters)
    100.000 Dollar Startkapital
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    Vor hundert Jahren – am 15. Juli 1916 – gründete Boeing mit einem Startkapital von 100.000 Dollar die Pacific Aero Products Company. Damit war die Basis für Boeings Flug- und Raumfahrt-Imperium gelegt, das zuletzt einen Börsenwert von fast 82 Milliarden Dollar hatte. Was wenig bekannt ist: Auch deutscher Pioniergeist spielte eine wichtige Rolle bei dieser Geschichte. Boeings Wurzeln liegen in Westfalen.

    (Foto: Boeing/dpa)
    William Boeing
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    Im Jahr 1868 brach der deutsche Auswanderer Wilhelm Böing von Hohenlimburg bei Hagen im Sauerland nach Amerika auf, um dort sein Glück als Unternehmer zu versuchen. Er gründete einen Holzhandel und verdiente genug Geld, um seinen Sohn William auf Privatschulen und die Eliteuni Yale zu schicken.

    (Foto: Boeing/dpa)
    „Königin der Lüfte“
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    Aus dem deutschen Namen Böing entstand das amerikanische Boeing – das zum Synonym für das größte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt wurde. Mit dem Jumbo-Jet 747, „Königin der Lüfte“ genannt, schuf Boeing Ende der 1960er Jahre das jahrzehntelang größten Passagierflugzeug der Welt – und machte damit Fernreisen für Normalbürger überhaupt erschwinglich.

    (Foto: Boeing/dpa)
    Konkurrenzdruck macht Boeing zu schaffen
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    Doch im Jubiläumsjahr steht der Konzern, der stark von US-Rüstungsaufträgen profitiert und dessen Historie auch dunkle Kapitel wie den verheerenden Atombomben-Abwurf auf Hiroshima durch einen Boeing-B-29-Bomber umfasst, vor Herausforderungen. Der Konkurrenzdruck durch den Erzrivalen Airbus macht den Amerikanern zu schaffen. Anleger blickten zuletzt eher bange in die Zukunft, die Boeing-Aktie hat seit dem Jahresbeginn knapp zehn Prozent eingebüßt.

    (Foto: Boeing/dpa)
    Gleichwertiger Konkurrent
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    Wurde Airbus in den 1970er Jahren noch belächelt, haben sich die Europäer längst zum gleichwertigen Konkurrenten aufgeschwungen. Nach dem ersten Passagier- und Frachtjet A300 setzte Airbus Ende der 1980er Jahre mit der A320-Modellfamilie auf den wichtigen Markt der Mittelstreckenjets–- und machte der Boeing 737 Konkurrenz.

    (Foto: dpa)
    Zwei Riesen im Sinkflug
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    Im neuen Jahrtausend musste der Jumbo-Jet seine Rolle als weltgrößtes Passagierflugzeug an die A380 von Airbus abgeben – doch heute befinden sich gleich beide Riesen im Sinkflug. Von der neuesten Jumbo-Generation 747-8 sollen wegen mangelnder Neuaufträge ab September nur noch sechs Maschinen pro Jahr ausgeliefert werden.

    (Foto: Reuters)
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