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Sinkender Gewinn Stada kränkelt am schwachen Rubel

Der schwache Rubel setzt dem Pharmakonzern Stada zu. Der Gewinn fällt im ersten Quartal um 19 Prozent. Auf Jahressicht sieht es nicht viel besser aus. Die Unternehmensführung rechnet mit weiter sinkenden Einnahmen.
07.05.2015 - 10:50 Uhr Kommentieren
Das schwache Russlandgeschäft nagt an der Bilanz des deutschen Pharmakonzerns Stada. Quelle: dpa

Das schwache Russlandgeschäft nagt an der Bilanz des deutschen Pharmakonzerns Stada.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Rubelschwäche im wichtigen Russlandgeschäft setzt dem Generika-Hersteller Stada weiter zu. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) fiel um 19 Prozent auf 92,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus dem hessischen Bad Vilbel am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 93,6 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz schrumpfte auf gut 486 Millionen Euro, ein Minus von vier Prozent binnen Jahresfrist.

Die für das Erkältungsmittel Grippostad und die Sonnencreme Ladival bekannte Firma leidet unter der deutlichen Schwäche des russischen Rubel und der starken Abwertung der ukrainischen Griwna. Das Unternehmen wies deshalb im ersten Quartal Sondereffekte von 11,1 Millionen Euro vor Steuern aus. Für die Hessen ist Russland der wichtigste Auslandsmarkt, doch bleibt wegen der Währungsturbulenzen in Euro umgerechnet weniger übrig.

Die größten Deals in der Pharma-Branche
Platz 9 – Roche für Genentech – 47 Milliarden Dollar (2008)
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Das Schweizer Pharmaunternehmen Hoffmann-La Roche sicherte sich 2008 für 46,7 Milliarden Dollar die amerikanische Biotech-Firma Genentech. Die Übernahme gilt als Glückgriff, da Roche als weltweit führender Produzent von Krebsmedikamenten von der Genforschung Genentechs profitiert. Roches bekanntes Vogelgrippe-Medikament Tamiflu (hier im Bild) hingegen stand mehrfach in der Kritik. Der Schweizer Konzern soll Studien zur Wirksamkeit des Medikaments manipuliert haben.

(Foto: Reuters)
Platz 8 – Pfizer für Pharmacia – 61 Milliarden Dollar (2002)
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Pfizer zum Ersten: 60,7 Milliarden Dollar in Aktien ließ sich der US-Pharmakonzern im Jahr 2002 die Übernahme des schwedischen Unternehmens Pharmacia kosten. Da nach der Fusion das Haarwuchsmittel Rogaine und die Potenzpille Viagra von einem Unternehmen hergestellt wurden, scherzte der damalige Pfizer-Chef Hank McKinnell (l.): „Rogaine und Viagra zusammen, was kann sich ein Mann mehr wünschen“.

(Foto: ap)
Platz 7 – Pfizer für Wyeth – 65 Milliarden Euro (2009)
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Pfizer zum Zweiten: Rund 64,5 Milliarden Dollar bezahlten die New Yorker für Wyeth, das zum Zeitpunkt des Kaufs ebenfalls zu den zehn größten Pharmaunternehmen der Welt zählte. Mit der Übernahme baute Pfizer sein Portfolio aus, vor allem in Richtung Impfstoffe und Biotechnologie.

(Foto: AFP)
Platz 6 – Sanofi für Aventis – 65,6 Milliarden Dollar (2004)
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Nur auf dem Papier eine Fusion unter Gleichen: Für gut 65,6 Milliarden Dollar übernimmt der französische Pharmakonzern Sanofi-Synthélabo das deutsch-französische Unternehmen Aventis. Es entsteht Sanofi-Aventis, der größte Medizinhersteller Europas. Die Fusion gilt als kurios, da Sanofi-Synthélabo vor der Übernahme deutlich kleiner als Aventis war. Später legte der Konzern mit Sitz in Paris den Beinamen Aventis wieder ab. Sanofi ist heute Weltmarktführer für Impfstoffe.

(Foto: ap)
Platz 5 – Actavis für Allergan – 66 Milliarden Dollar (2014)
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Lange hatte sich der Botox-Hersteller Allergan gegen eine Übernahme durch den kanadischen Wettbewerber Valeant gewehrt. Dann schlug die Stunde von Actavis: Der amerikanische Branchenriese und Allergan einigten sich auf den Deal. Allergan wehrte dadurch die feindliche Übernahme durch Valeant ab. Für Actavis war der Zukauf ein Kraftakt, der Konzern war selbst kaum größer als sein Übernahmeziel.

(Foto: AFP)
Platz 4 – Abbott Laboratories spaltet sich auf – 67 Milliarden Dollar (2011)
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Das amerikanische Pharmaunternehmen Abbott Laboratories spaltete rund 66,6 Milliarden Dollar seines Kapitals in Aktien ab und lagert es zunächst in eine Tochtergesellschaft aus. Die Medizintechnik und Generikaproduktion wurde unter dem Namen „Abbott“ weitergeführt, die Sparten Spezialmedikamente und Biotechnologie hingegen unter dem neuen Namen „AbbVie“ ausgegliedert. Auch Abbotts Flaggschiff, das Arthritis-Medikament Humira, ging auf die neue Gesellschaft über. Im Januar 2013 wurde AbbVie schließlich komplett in die Unabhängigkeit entlassen und wird seitdem an der Wall Street unter dem Kürzel „ABBV“ gelistet.

(Foto: Reuters)
Platz 3 – American Home Products für Warner-Lambert I – 76 Milliarden Dollar (1999)
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Rund 75,5 Milliarden Dollar betrug das Volumen bei der freundlichen Übernahme des amerikanischen Hygienekonzerns Warner-Lambert durch American Home Products (AHP). Dem Hygienekonzern gehörten seinerzeit unter anderem die Marken Wilkinson Sword und Listerine. Doch AHP überhob sich: Als der Deal schon als perfekt galt, betrat US-Branchenriese Pfizer die Bühne. Er unterbreitete den Aktionären von Warner-Lambert seinerseits ein feindliches Übernahmeangebot – und erhielt den Zuschlag. Eine Strafzahlung von 1,8 Milliarden Dollar von Pfizer versüßte AHP die Niederlage aber zumindest etwas.

(Foto: ap)

Der Vorstand geht unverändert davon aus, dass das bereinigte Betriebsergebnis und der Konzerngewinn im laufenden Jahr deutlich sinken werden. Im ersten Quartal fiel der Konzerngewinn um mehr als ein Viertel auf 37,9 Millionen Euro. Beim Umsatz sei währungsbereinigt mit einem leichten Wachstum zu rechnen. Stada sei wegen des Krise in Russland und der Ukraine mit „sehr schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert“.

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