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Skandal um Arzneimittel Johnson-Schmerzpflaster unter schlimmem Verdacht

Die Pharmabranche fürchtet einen neuen Arzneimittelskandal: US-Behörden prüfen derzeit, ob ein Präparat von Johnson & Johnson und die von Mylan produzierten Nachahmermedikamente zum Tod von 120 Patienten geführt haben.

HB DÜSSELDORF. Der US-Konzern Johnson & Johnson sieht sich mit schweren Anschuldigungen konfrontiert. Wie am Freitag bekannt wurde, prüft die US-Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln derzeit, ob die Todesfälle von 120 Personen auf ein vom Unternehmen produziertes Schmerzpflaster zurückzuführen sind. Damit gerät auch Mylan Laboratories unter Druck, die seit Januar die zugelassenen Generika des Schmerzmittels vermarkten.

Die US-Behörde hat bereits eine Warnung an Ärzte herausgegeben, verbunden mit Sicherheitsvorschriften zum Gebrauch des morphiumähnlichen Präparats. Das Pflaster enthält das Schmerzmittel Fentanyl, ein synthetisches Opioid. Derzeit versucht die Aufsichtsbehörde zu klären, ob die Todesfälle auf eine unsachgemäße Anwendung des Arzneimittels zurückzuführen sind oder auf gravierende Qualitätsmängel. Im Zusammenhang mit den Todesfällen werden sowohl die Produkte von Johnson & Johnson als auch von Mylan geprüft. Die zunehmenden Zahl der Fälle könnten auf die erst seit kurzem verfügbaren Generika des Schmerzpflasters zurückzuführen sein.

Eine Sprecherin von Johnson & Johnson beteuerte unterdessen: "Die Patientensicherheit ist unsere oberste Priorität." Es sei bewiesen, dass es sich bei dem Pflaster um ein effektives Mittel zur Behandlung chronischer Schmerzen handele, wenn es wie verordnet angewandt würde. Mylan lehnt eine Stellungnahme bislang ab.

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