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Smarte Paketlieferung Kofferraum als Packstation

Seit über einem Jahr lässt der Autohersteller Smart Pakete in Kofferräume liefern. Nun weitet die Daimler-Tochter das Projekt aus: Das Start-up Liefery soll die Paketzustellung im eigenen Auto erleichtern.
03.12.2017 - 11:33 Uhr 1 Kommentar
Das Start-up Liefery bietet die Paketzustellung am gleichen Tag an - direkt ins eigene Auto.
Lieferung in den Kofferraum

Das Start-up Liefery bietet die Paketzustellung am gleichen Tag an - direkt ins eigene Auto.

Düsseldorf „Warum stehe ich an einem Samstagnachmittag in einer völlig überfüllten Filiale eines großen Paketdienstleisters, anstatt entspannt mit einem Glas Bier in der Sonne zu sitzen?“ Diese Frage habe sich bestimmt schon jeder einmal gestellt, behauptet Nils Fischer, CEO des Start-ups Liefery, in einem Youtube-Video über sein Unternehmen. Das Start-up will die Auslieferungen von Paketsendungen erleichtern.

„Kunden sind häufig enttäuscht von der Logistik“, sagt Fischer. Diese Unzufriedenheit falle nicht nur auf die Lieferdienste zurück, sondern auch auf die Händler. Das belegen auch die Ergebnisse der Studie „State of E-Commerce Delivery“ von MetaPack: 39 Prozent von rund 3500 befragten Verbrauchern – darunter über 500 aus Deutschland – würden nach einem negativen Liefererlebnis nie mehr bei dem entsprechenden Onlinehändler einkaufen. Händler tun darum gut daran, zügig und zuverlässig auszuliefern. Dabei will Liefery helfen.

Zum Angebot des 2014 gegründeten Unternehmens gehört die Zustellung von Paketen am gleichen Tag, selbst wenn der Händler nicht lokal über die Waren verfügt. Liefery schickt außerdem Pakete über Nacht los, damit diese am nächsten Tag in einem vom Kunden festgelegten Zeitfenster ankommen. „Die Lieferung muss sich dem Kunden anpassen, nicht andersherum“, findet Fischer.

Eine sehr schnelle Lieferung liege dabei gar nicht mehr so im Trend, wie der CEO betont: „Wichtiger ist es dem Kunden, dass das Paket ankommt, wenn er es auch annehmen kann.“ Nicht nur für die Endkunden ist es ärgerlich, wenn ihr Paket wieder mit zurückgenommen wird, weil es niemand annehmen konnte. Bei der doppelten Menge an täglich auszuliefernden Paketen wie im Rest des Jahres, würden besonders in der Vorweihnachtszeit auch die Kuriere und andere Verkehrsteilnehmer von einer erfolgreichen Erstauslieferung profitieren. Ein Weg: Die Paketzustellung in den Kofferraum.

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    Bereits 2016 hatte Smart mit DHL eine Testphase in Stuttgart gestartet und diese schließlich auf Köln, Bonn und Berlin ausgeweitet. DHL-Boten liefern die Pakete nachts in den Kofferraum des Autos, nachdem der Kunde diese Versandart ausgewählt hatte. Das Auto muss hierfür in einem engen Radius um die Heimatadresse des Kunden geparkt sein. Dieser kann den Dienst allerdings nur bei Händlern anfordern, die mit DHL zusammen arbeiten. „In Kundengesprächen kam dabei heraus, dass das Konzept noch nicht flexibel genug ist“, sagt Fischer.

    Smart suchte sich deshalb für die Weiterentwicklung des Projekts „smart ready to drop“ Liefery aus, eine seit 2015 zu Hermes gehörende Technologie- und Serviceplattform für Same Day und Express Delivery. Das Berliner Unternehmen hat sich zur Aufgabe gemacht, mit innovativen Servicekonzepten und intelligenten Algorithmen den Online-Handel zu revolutionieren. Letzte Woche startete das mehrmonatige Pilotprojekt in Hamburg.

    Amazon treibt den Markt an
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    1 Kommentar zu "Smarte Paketlieferung: Kofferraum als Packstation"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • -
      - "DHL-Boten liefern die Pakete nachts in den Kofferraum des Autos, nachdem der Kunde diese Versandart ausgewählt hatte. "


      Und wenn das Auto in der Garage steht???

      Selbst wenn nicht: Ich würde es niemal zulassen,daß Fremde Zugriff auf das Innere meines autos haben.

      - „Amazon Key bringt den Kunden Seelenfrieden, denn sie wissen, dass ihre Bestellungen sicher in ihr Heim geliefert werden und auf sie warten, wenn sie über die Türschwelle treten“, ..."

      Daß Fremde Zugriff auf meine Wohnung hätten (oder andere in die Wohnung hereinlassen könne) wenn ich nicht da bin, raubt mir eher den Seelenfrieden. Dann renne ich lieber einem Paket hinterher.

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