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Solarbranche Conergy setzt noch mehr auf Asien

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Asiaten produzieren billiger

Auch bei Conergy drohen noch Einschnitte. "Die Häutung geht nun weiter", sagte Comberg dem Handelsblatt. Er dampft die Produktion in Frankfurt ein - mit seinen Verlusten ist das Werk das größte Problem von Conergy, wie es in der Branche heißt. Jetzt werden dort nur noch Solarmodule produziert. Die Produktion von Vorprodukten wurde eingestellt. Conergy bedient sich nun bei Solarzellen bei kostengünstigen Lieferanten aus Asien. Die Kooperation will Comberg vertiefen. "Wir verhandeln intensiv mit verschiedenen Unternehmen über eine umfassende Zusammenarbeit." Diese soll über eine reine Lieferbeziehung hinausgehen. "Wir könnten beispielsweise zusammen Solarprojekte entwickeln."

Gerade die Anbieter aus Asien haben enorme Vorteile gegenüber der westlichen Konkurrenz: Sie produzieren billiger und haben einen besseren Zugang zu Krediten. Mit diesen könnte Conergy seinen Kunden bei der Finanzierung von Solarprojekten helfen, gegenüber Konkurrenten wie Solarworld wäre dies ein großer Vorteil. Denn Banken halten sich mit Krediten inzwischen zurück.

Die Partnerschaft soll aber keine Einbahnstraße werden. Conergy hat einen Zugang zum Kunden, der den Chinesen fehlt. "Wir haben einen starken Markennamen, ein engmaschiges Vertriebsnetz und eine gute Stellung am Markt", sagte Comberg. Den Asiaten ist die Lücke bewusst. LDK Solar hat daher die Mehrheit an Sunways aus Konstanz übernommen. Yingli, Trina und andere Firmen suchen noch nach einem besseren Marktzugang. Bisher werden sie als Billiganbieter wahrgenommen.

Conergy bietet sich als Partner an: "Unsere Kernkompetenz ist der Zugang zum Kunden." Nach dem Stopp der Zellproduktion konkurriert Conergy zudem nicht mit möglichen Partnern. In der Branche herrscht wenig Zweifel, dass Conergy eines Tages übernommen wird. "Das ist aber eher mittelfristig denkbar", heißt es in Finanzkreisen. Entsprechende Sondierungsgespräche gebe es bereits. Comberg schweigt sich darüber aus. Er sagt nur soviel: "Strategisch müssen wir uns für eine unabhängige Zukunft aufstellen."

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