Solarbranche Subventionskürzungen bereiten Kopfzerbrechen

Die Solarindustrie rechnet mit einem harten zweiten Halbjahr. Grund dafür sind vor allem die Subventionskürzung in Italien und Deutschland. Auch der deutsche Verband erwartet Wachstumsschwächung.
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Die Solarindustrie muss mit weniger Subventionen planen. Quelle: dpa

Die Solarindustrie muss mit weniger Subventionen planen.

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Los Angeles/Verona Die globale Solarbranche stellt sich angesichts der Subventionskürzungen in ihren wichtigsten Märkten Deutschland und Italien auf harte Zeiten ein. Die Kappung der staatlichen Unterstützung werde in diesem Jahr der Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen einen kräftigen Dämpfer verpassen und damit die Preise in den Keller drücken, warnten am Mittwoch einstimmig Hersteller aus den USA und Norwegen. Die deutschen Unternehmen machen sich darauf gefasst, dass 2011 hierzulande deshalb deutlich weniger Anlagen installiert werden als noch im vergangenen Jahr.

Die Solarbranche ist auf staatliche Unterstützung angewiesen, um mit herkömmlichen Stromquellen wie Atom- und Kohlekraftwerken konkurrieren zu können. Deutschland ist dabei weltweit ein Vorreiter: Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) hat das Land trotz seiner relativ ungünstigen geografischen Lage mit Abstand zum weltgrößten Absatzmarkt für die Industrie gemacht. Italien ist wegen der dortigen Subventionen die weltweite Nummer zwei. In beiden Ländern wird die Förderung nun deutlich gedrosselt, wobei in Italien derzeit besonders große Unsicherheit herrscht, weil das Ausmaß der Kürzungen noch immer unklar ist.

Zwar hat die Atomkatastrophe in Japan zuletzt in der Branche die Hoffnung auf einen neuen Investitionsboom geschürt. Davon erwarten die Hersteller aber erst langfristig ein Geschäftsbelebung, während ihnen derzeit besonders die Unklarheit in Italien aufs Gemüt schlägt.

First Solar setzt auf den Heimatmarkt USA
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2 Kommentare zu "Solarbranche: Subventionskürzungen bereiten Kopfzerbrechen"

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  • Meines Erachtens müssen die Einspeisevergütungen für diese extrem teure & unstetige Energieerzeugungsart noch wesentlich stärker gekürzt werden - und zwar sowohl für Neu- als auch bereits bestehende Anlagen. Dabei muß besonders die Stetigkeit der Energieerzeugung im Fokus stehen. Bei 24h Versorgung gibt es die maximale Einspeisevergütung, bei extremer Schwankung wird nur noch der Durchschnittspreis der europäischen Strombörse gezahlt. So kann das große Finanzrisiko der Solarstromerzeugung besser vom Stromkunden auf die spezifischen Betreiber (kommerziell wie privat) verlagert werden.

  • Neue AUFTRÄGE UND UMSÄTZE WERDEN SICHERLICH IN DER ZWEITEN JAHRESHÄLFTE BILANZIERT. SCHLIEßLICH IST DIE NEUE FÖRDERUNG, EINSPEISEVERGÜTUNG VOM ZUBAU IM ERSTEN HALBJAHR ABHÄNGIG.

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