Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Solarworld und SMA Solarkonzerne atmen einmal tief durch

Seite 2 von 2:
Centrotherm mit dickem Minus
Der Solartechnikhersteller SMA hat seinen operativen Gewinn verdreifacht. Quelle: dpa

Der Solartechnikhersteller SMA hat seinen operativen Gewinn verdreifacht.

(Foto: dpa)

Auch SMA Solar hat im ersten Quartal überrascht. Umsatz und Gewinn wurden kräftig gesteigert und dabei die Markterwartungen zum Teil übertroffen. Bei einem Umsatz von 405 (Vorjahr: 255,9) Millionen Euro verdreifachte sich der operative Gewinn (Ebit) auf 42,8 Millionen Euro, wie der Hersteller von Wechselrichtern mitteilte. Der Überschuss schnellte auf 29,6 Millionen von 10,3 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon begründete die florierenden Geschäfte in wichtigen europäischen Märkten mit Nachhol- und Vorzieheffekten. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 394 Millionen Euro gerechnet, ein Ebit von 45,4 Millionen Euro und einen Überschuss von knapp 26 Millionen Euro.

Die Nachholeffekte ergaben sich laut Urbon in Folge der kaufmännischen Inbetriebnahme von Solaranlagen im vierten Quartal ergeben. Die vorgezogene Nachfrage sei mit der Diskussion um Förderkürzungen zu begründen.

Der angeschlagene Maschinenbauer Centrotherm rutscht dagegen immer weiter in die roten Zahlen. Nach den ersten drei Monaten stand ein Nettoverlust 30,6 Millionen Euro zu Buche, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten die Schwaben noch 12,2 Millionen Euro verdient. Bereits in der zweiten Hälfte 2011 hatte das Unternehmen rote Zahlen geschrieben.

Der Umsatz ging auf 82,5 Millionen Euro zurück, nach 189,3 Millionen Euro vor einem Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei minus 42,9 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum gab es noch ein Plus von 17,7 Millionen Euro. Die Firma leidet unter dem Preisdruck in der Photovoltaikbranche. Viele Kunden können sich derzeit keine Investitionen in Maschinen leisten, was auch die Maschinenbauer in Mitleidenschaft zieht.

Trotz der unerwartet hohen Zuwächse zum Jahresauftakt behielt Vorstand auch der Vorstand von SMA Solar seine Prognose für 2012 bei, die Umsatz- und Gewinnrückgänge vorsieht. Aufgrund der Förderkürzungen in Deutschland und anderen wichtigen Absatzmärkten in Europa sei die Entwicklung der Nachfrage nicht absehbar. Daher peile SMA unverändert einen Umsatz von 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro an und eine operative Gewinnmarge (Ebit-Marge) zwischen fünf und zehn Prozent. Im besten Falle wäre das rein rechnerisch ein Ebit von 150 Millionen Euro.

Auch Solarworld bekommt nach dem Boom zum Jahresauftakt nun die Kaufzurückhaltung zu spüren. „Wir spüren eine starke Verunsicherung der Kunden speziell im April“, sagte Vorstandschef Frank Asbeck am Donnerstag. Die Kunden wüssten derzeit nicht, wohin die Reise bei den künftigen Einspeisevergütungen für Solarstrom gehe. „Eine Verstetigung der Nachfrage erwarten wir erst im zweiten Halbjahr“.

  • rtr
  • dpa
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Solarworld und SMA - Solarkonzerne atmen einmal tief durch

0 Kommentare zu "Solarworld und SMA: Solarkonzerne atmen einmal tief durch"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote