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Solides Baugeschäft Heidelberg Cement steigert den Gewinn

Auch wenn der Umsatz mit Zement und Beton zuletzt gesunken ist, kann Heidelcement den Gewinn steigern. Nun setzt der Konzern sich neue Klimaziele.
23.02.2021 - 08:14 Uhr Kommentieren
Mit einem Sparprogramm steigert der Baustoffhersteller den Gewinn. Quelle: dpa
Heidelberg Cement

Mit einem Sparprogramm steigert der Baustoffhersteller den Gewinn.

(Foto: dpa)

Frankfurt Trotz der Belastung durch die Corona-Pandemie hat der Baustoffkonzern Heidelberg Cement das Betriebsergebnis im vergangenen Jahr gesteigert. Der bereinigte operative Gewinn legte um 6,1 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Das Unternehmen schnitt damit etwas besser ab als von Analysten erwartet.

Der erste Lockdown im Frühjahr hatte Absatz und Umsatz einbrechen lassen, was im Jahresverlauf nicht mehr ganz aufgeholt wurde. Heidelberg Cement verkaufte weniger Zement, Zuschlagstoffe und Transportbeton. Der Umsatz sank auf vergleichbarer Basis um 4,6 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro.

Die Aktie notierte zum Handelsstart in Frankfurt rund 1,8 Prozent tiefer bei 65,46 Euro.

„Wir haben es geschafft, die Corona-bedingten Absatzrückgänge durch konsequente Ausgabendisziplin mehr als auszugleichen“, erklärte Vorstandschef Dominik von Achten. So sparte Heidelberg Cement mit rund 1,3 Milliarden Euro mehr ein als angepeilt. Die Nettoverschuldung sank um rund 1,5 Milliarden auf 6,9 Milliarden Euro. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel leicht zu.

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    Für das laufende Jahr erwartet das Management in vielen Märkten eine Aufwärtsentwicklung, wenn es keinen Rückschlag in der Pandemie geben sollte. „Wir sind gut in das Jahr 2021 gestartet“, erklärte von Achten. Rückenwind erwarte er von Infrastrukturprogrammen in einigen wichtigen Absatzmärkten und vom privaten Wohnungsbau. Insgesamt sei die Lage aber noch nicht gut einzuschätzen.

    Der weltweit zweitgrößte Zementhersteller nach Lafarge-Holcim will bei der Reduktion des Treibhausgases CO2 eine Vorreiterrolle spielen. Die Nettoemissionen der besonders energieintensiven und damit klimabelastenden Zementherstellung soll bis 2025 unter 525 Kilogramm pro Tonne Material sinken und damit um 30 Prozent gegenüber 1990. Bis 2030 soll der Wert unter 500 Kilogramm fallen. Dabei spielt CO2-Abscheidung eine große Rolle.

    Um das Ziel zu erreichen, werden ab diesem Geschäftsjahr Bonuszahlungen für die Führungskräfte an das Erreichen von CO2-Abbauzielen geknüpft. „Wir werden das Thema CO2 frontal angehen, und wir werden das lösen. Wir werden den Beton langfristig CO2-neutral machen“, sagte der Heidelberg-Cement-Chef kürzlich in einem Reuters-Interview. Die Strategie habe volle Rückendeckung von Aufsichtsrat und Investoren.

    Mehr: Heidelberg Cement bleibt zuversichtlich trotz zweiter Coronawelle

    • rtr
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