Spanische Kartellbehörde gibt grünes Licht Fresenius übernimmt Klinikbetreiber Quirónsalud

Mit 5,76 Milliarden Euro ist die Übernahme von Quirónsalud durch Fresenius die größte in der Geschichte des Unternehmens. Die spanische Kartellbehörde hat das Geschäft ohne Auflagen genehmigt.
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Die Bad Homburger wollen die Übernahme Ende Januar 2017 abschließen. Quelle: Reuters
Fresenius Firmenzentrale in Bad Homburg

Die Bad Homburger wollen die Übernahme Ende Januar 2017 abschließen.

(Foto: Reuters)

Bad HomburgDer Medizinkonzern Fresenius darf den spanischen Krankenhausbetreiber Quirónsalud übernehmen. Die spanische Kartellbehörde habe das Geschäft ohne Auflagen genehmigt, teilte Fresenius am Donnerstag mit. Die Bad Homburger wollen die Übernahme Ende Januar 2017 abschließen.

Fresenius hatte im September den Kauf angekündigt. Die Übernahme für 5,76 Milliarden Euro ist bislang die größte in der Firmengeschichte. Der Dax-Konzern erhofft sich in Spanien große Wachstumschancen: Quirónsalud betreibt 43 Kliniken und beschäftigt 35.000 Mitarbeiter.

So verschachtelt sind die Dax-Konzerne
Platz 10: Daimler (327 voll konsolidierte Gesellschaften)
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Der Stuttgarter Automobilriese konzentriert sich seit einigen Jahren wieder voll auf das organische Wachstum in seinem Kerngeschäft mit hochwertigen Autos und Lkws. Die Zahl der konsolidierten Konzerngesellschaften ist in den letzten Jahren leicht geschrumpft.

Platz 9: RWE (341)
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Der Essener Energiekonzern, dem die Erträge aufgrund der Energiewende wegbrechen, sucht auf allen Ebenen nach Einsparpotenzial. Dabei hat man auch die gesellschaftsrechtliche Struktur entdeckt. Die Zahl der GmbHs und AGs im RWE-Reich soll deutlich sinken

Platz 8: Continental (344)
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Der Automobilzulieferer gehört mit 344 konsolidierten Firmen zwar noch zu den Top-10 der Dax-Konzerne, befindet sich aber bereits deutlich auf dem Weg zu übersichtlicheren Rechtsstrukturen. Seit 2010 ist der Konsolidierungskreis bereits um ein Fünftel geschrumpft.

Platz 7: Linde (535)
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Der erfolgreiche Industriegase-Konzern wirkt mit seiner rechtlichen Struktur relativ kleinteilig. Das dürfte unter anderem daran liegen, dass viele seiner Onsite-Anlagen, die auf dem Gelände von Kunden laufen, als eigenständige Gesellschaften betrieben werden. Nicht zuletzt die Übernahme von Lincare in den USA hat dafür gesorgt, dass sich der Konsolidierungskreis in den letzten vier Jahren um rund ein Zehntel vergrößerte.

Platz 6: Thyssen-Krupp (546)
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Der Stahl- und Maschinenbaukonzern gehört gemessen an der Zahl der Einzelfirmen und auch in Relation zum Umsatz zu den komplexeren Firmen im Dax. Der Trend geht aber bereits deutlich in Richtung einfacherer Strukturen, bedingt auch durch Desinvestitionen. Vor vier Jahren hatte der Konzern noch 150 Firmen mehr konsolidiert.

Platz 5: Siemens (604)
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Auch Siemens gehört nach wie vor zu den relativ komplexen Großkonzernen, obwohl sich der Münchner Elektro-Riese in den letzten Jahren bereits verkleinert hat, etwa durch die Abspaltung von Osram. Angesichts von mehr als 600 Firmen im Konzern dürfte aber noch Spielraum zur Vereinfachung bestehen.

Platz 4: Heidelberg Cement (744)
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Deutschland größter Baustoffkonzern hat die Zahl seiner Konzerngesellschaften in den letzten Jahren bereits deutlich reduziert, bewegt sich mit 744 Einheiten aber immer noch in der Spitzengruppe. Die hohe Zahl ist dabei nicht untypisch für den Baustoffsektor; Konkurrenten wie Lafarge haben noch größere Konsolidierungskreise. Vor allem das Transportbeton-Geschäft wird über viele kleine lokale Gesellschaften betrieben.

Früheren Angaben zufolge erwartet Fresenius von dem Zukauf einen zusätzlichen Beitrag von 520 bis 550 Millionen Euro zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). Mittelfristig sollen jährliche Synergieeffekte von 50 Millionen Euro erzielt werden. Fresenius erneuerte am Donnerstag die Absicht, die mittelfristigen Ziele anzupassen. Bekannt gegeben werden sollen sie bei der Bilanzvorlage für das Jahr 2016.

  • dpa
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