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Sparprogramm Bayer strafft Verwaltung im Ausland

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer strafft seine Verwaltung im Ausland. Das ist Teil des im November angekündigten Sparprogramms. Damit reagiert der Konzern auf den zunehmenden Wettbewerb.
02.08.2011 - 11:01 Uhr Kommentieren
Logo der Bayer AG. Quelle: dapd

Logo der Bayer AG.

(Foto: dapd)

Frankfurt Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer strafft die Verwaltung seiner drei Teilkonzerne im Ausland. Bayer werde bis 2012 Funktionen wie Personal, Finanzen und Einkauf der drei Teilkonzerne im Ausland jeweils in einer gemeinsamen Einheit bündeln, sagte ein Bayer-Sprecher am Dienstag. Bislang sind diese Funktionen noch den einzelnen Teilkonzernen zugeordnet, die jeweils eigene Verwaltungsbereiche besitzen. Die „Financial Times Deutschland“ hatte zuvor darüber berichtet.

Die Neuorganisation der Verwaltung im Ausland ist Teil des im November von Konzernchef Marijn Dekkers angekündigten Sparprogramms, mit dem Bayer ab 2013 rund 800 Millionen Euro pro Jahr einsparen will. Mit dem Programm reagiert das Traditionsunternehmen auch auf den scharfen Wettbewerb mit Herstellern billiger Nachahmerpräparate sowie auf die Einsparungen in den Gesundheitssystemen vieler Länder. Im Zuge des Sparprogramms will Bayer weltweit 4500 Stellen abbauen - 1700 davon in Deutschland.

Die ersten Länder, in denen die neuen Einheiten für die Auslandsgesellschaften eingeführt würden, seien Brasilien, Italien sowie die Region Südosteuropa, sagte der Sprecher. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen bei Bayer im vergangenen Jahr bei 1,65 Milliarden Euro nach 1,62 Milliarden im Jahr 2009. Der seit vergangenem Oktober amtierende Bayer-Chef Dekkers will den Konzern mit seinen drei Sparten CropScience (Pflanzenschutz), HealthCare (Gesundheit) und MaterialScience (Kunststoffe) schlagkräftiger machen und auch Entscheidungswege verkürzen. Er wolle mehr Innovation und weniger Administration bei Bayer, hatte Dekkers bereits kurz nach seinem Wechsel vom US-Laborausrüster Thermo Fisher zu Bayer gesagt.

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