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Sparprogramm Handyhersteller BenQ schließt Standort Ulm

Der Handyproduzent BenQ schließt nun doch seine Entwicklung in Ulm. Das Taiwaner Unternehmen teilte mit, die 45 verbliebenen Arbeitsplätze würden nach München verlagert. Damit bestätigen sich Befürchtungen der IG Metall, die seit Monaten vor dem Aus für den Standort gewarnt hat.

jojo MÜNCHEN. BenQ hat die Handyaktivitäten von Siemens vergangenen Herbst übernommen. Dabei bekamen die Asiaten auch die Entwicklung im schwäbischen Ulm. Von Anfang an galt der Standort als gefährdet, da dort nur 120 Menschen beschäftigt waren. In den vergangenen Monaten wurden bereits zahlreiche Mitarbeiter versetzt. Viele kündigten auch und gingen zu anderen Unternehmen.

Die Schließung in Ulm ist Teil eines Sparprogramms der Mobilfunksparte von BenQ, mit dem der Konzern das Geschäft so schnell wie möglich in die schwarzen Zahlen führen will. Alles in allem möchte die Firma 2006 rund 500 Mill. Euro weniger ausgeben als im Vorjahr.

Für zusätzliche Umsätze soll die Gründung einer selbstständigen Gesellschaft für den Kundenservice sorgen. Neben Dienstleistungen rund um die eigenen Handys soll das Unternehmen für andere Anbieter arbeiten. Zudem soll sich die Servicegesellschaft um Computer und Unterhaltungsgeräte von BenQ kümmern.

BenQ steht stark unter Druck, weil die Übernahme der Handy-Sparte von Siemens das Unternehmen schwer belastet. Vergangene Woche legten die Taiwaner enttäuschende Quartalszahlen vor.

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