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Sparprogramm Stahlkonzern Salzgitter grenzt Verluste ein

Ein Fehlbetrag von 8,7 Millionen Euro: Für den niedersächsischen Stahlkonzern Salzgitter ist das schon fast eine gute Nachricht. Denn im Vorjahr waren die Verluste noch doppelt so hoch. Die Marktlage bleibt angespannt.
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Ein Stahlwerk der Salzgitter AG in Niedersachsen: Der Hochofen wirft wieder bessere Ergebnisse ab. Quelle: dpa

Ein Stahlwerk der Salzgitter AG in Niedersachsen: Der Hochofen wirft wieder bessere Ergebnisse ab.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Stahlkonzern Salzgitter hat dank seines Sparprogramms die Verluste zu Jahresbeginn eingedämmt. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Fehlbetrag von 13,3 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Auftaktquartal des vergangenen Jahres hatte noch ein Verlust von rund 17 Millionen Euro in den Büchern gestanden. Die Niedersachsen hatten bereits in der vergangenen Woche einige vorläufige Zahlen vorgelegt. Vor Steuern fuhr der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern bei einem leicht gesunkenen Umsatz einen Fehlbetrag von 8,7 Millionen Euro ein. Im Vorjahr war der Verlust fast doppelt so hoch gewesen.

„Die Situation auf dem europäischen Stahlmarkt blieb zum Jahresauftakt 2014 angespannt“, erklärte das Management. Dies bekommt seit längerer Zeit auch der größte deutsche Stahlkocher ThyssenKrupp zu spüren. Der Dax-Konzern hatte im vergangenen Quartal sein Ergebnis in der europäischen Stahlsparte ebenfalls verbessern können und dabei vor allem von Kostensenkungen profitiert. Den europäischen Stahlherstellern um Weltmarktführer ArcelorMittal machen Überkapazitäten, Preisdruck und eine schwache Nachfrage in Südeuropa zu schaffen.

Bei Salzgitter lief es nun bei der Problemtochter Peiner Träger besser. Das Unternehmen habe erstmals seit 2008 einen „kleinen Vorsteuergewinn“ erzielt. Genaue Zahlen zu der Tochter legt der Konzern in seinen Quartalsberichten nicht vor. Im vergangenen Geschäftsjahr war Peiner Träger mit einem Vorsteuerverlust von 290 Millionen Euro der größte Klotz am Bein, wobei neben dem rückläufigen Geschäft auch Abschreibungen und Rückstellungen für den Personalabbau zu Buche schlugen.

Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann hatte dem MDax-Konzern in der Stahlkrise eine Rosskur verordnet. Mehr als 1500 der gut 23.000 Vollzeitstellen sollen wegfallen. Damit will Fuhrmann das Ergebnis jährlich um über 200 Millionen Euro verbessern. Für 2014 bekräftigte er am Donnerstag die Prognose, wonach das Vorsteuerergebnis 2014 nahe der Gewinnschwelle liegen soll nach einem Verlust von 478 Millionen Euro im Vorjahr. Beim Umsatz peilt Salzgitter knapp zehn Milliarden Euro an. 2013 hatten sich die Erlöse auf 9,2 Milliarden Euro belaufen.

  • rtr
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