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Sparprogramm zeigt Wirkung Lanxess schraubt Ergebnisziel nach oben

Chemiekonzern auf Erfolgskurs: Lanxess erhöht sein Ergebnisziel um mindestens ein Dutzend Millionen Euro. Für die Kölner macht sich ein umfangreiches Sparprogramm nun bemerkbar.
06.08.2015 Update: 06.08.2015 - 09:09 Uhr Kommentieren
Der Chemiekonzern Lanxess hat im zweiten Quartal mehr umgesetzt und verdient. Quelle: dpa
Lanxess-Logo in Köln

Der Chemiekonzern Lanxess hat im zweiten Quartal mehr umgesetzt und verdient.

(Foto: dpa)

Frankfurt Lanxess-Chef Matthias Zachert bringt den Kölner Chemiekonzern zusehends wieder auf die Erfolgsspur. Nach einem kräftigen Ergebnisanstieg im zweiten Quartal erhöhte er am Donnerstag erneut die Ziele für das Gesamtjahr. Für 2015 rechnet der Manager nun mit einem Betriebsgewinn (Ebitda) vor Sondereinflüssen zwischen 840 und 880 Millionen Euro. Erst Anfang Mai hatte der Lanxess-Chef die Prognose nach oben geschraubt und einen Ergebnisanstieg auf 820 bis 860 (Vorjahr: 808) Millionen Euro in Aussicht gestellt. „Lanxess kommt zusehends zurück auf den richtigen Kurs“, urteilte Zachert nun.

Zachert hatte ein umfangreiches Sparprogramm auf den Weg gebracht, das sich für Lanxess zunehmend bezahlt macht. Von April bis Juni stieg der Umsatz um rund vier Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen kletterte wie bereits vor zwei Wochen berichtet um 13 Prozent auf 270 Millionen Euro. Dazu hätten alle Bereiche des Unternehmens beigetragen. Lanxess hat zwar wegen der niedrigen Rohstoffpreise mit niedrigeren Verkaufspreisen zu kämpfen. Dies sei von einem höheren Absatz und positiven Währungseffekten wegen des starken Dollar aber mehr als ausgeglichen worden.

Mit der Neuausrichtung sieht sich der Vorstand voll im Plan. Aktuell sucht Zachert nach Kooperationen für den kriselnden Kautschukbereich. „Hier sind wir in sehr konstruktiven Gesprächen und gehen davon aus, im Laufe der zweiten Jahreshälfte zu konkreten Ergebnissen zu kommen“, sagte er.

Lanxess habe begonnen, das Kautschukgeschäft im Rahmen eines Abspaltungsprozesses in eine rechtlich eigenständige Geschäftseinheit innerhalb des Konzerns zu überführen. „Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um das Kautschukgeschäft in eine Allianz einbringen zu können“, sagte Zachert. Zu der neuen Einheit werden 20 Produktionsbetriebe mit rund 3700 Mitarbeitern gehören. Lanxess ist im Geschäft mit synthetischem Kautschuk Weltmarktführer, leidet aber unter Wettbewerbsdruck und Überkapazitäten und sucht deshalb schon seit einiger Zeit nach einem Partner.

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