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"Sparte bleibt Kernarbeitsgebiet" MAN will Nutzfahrzeugsparte nicht verkaufen

Der MAN-Konzern will nach den Worten seines Vorstandsvorsitzenden Rudolf Rupprecht seine Nutzfahrzeugsparte nicht verkaufen. Rupprecht trat damit Spekulationen von Anfang Juli entgegen, denen zufolge der Wolfsburger VW-Konzern die Nutzfahrzeugsparte aus dem MAN-Konzern herauslösen und übernehmen wolle.

Reuters MÜNCHEN. „Wir haben nicht die Absicht, den Nutzfahrzeugbereich zu verkaufen“, sagte Rupprecht in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview des Magazins „Focus-Money“. „Der Bau von Nutzfahrzeugen ist ein Kernarbeitsgebiet, das wir eher noch stärken wollen“, sagte der MAN-Chef weiter. „Mit den Nutzfahrzeugen würden wir einen großen Teil unseres Geschäftsvolumens und Ergebnisses und den bekanntesten Träger des Namens MAN abgeben.“ Ein Herauslösen der Sparte würde zur Zerschlagung des Konzerns führen, sagte Rupprecht.

Anfang Juli hatte es Spekulationen gegeben, dass der Autobauer VW die Nutzfahrzeugsparte aus dem MAN-Konzern herauslösen und übernehmen wolle. Aus Kreisen hatte es geheißen, MAN führe entsprechende Gespräche mit den Wolfsburgern. Der VW-Konzern wolle mit der Übernahme seine Angebotspalette bei Nutzfahrzeugen erweitern und seinen Kunden statt lediglich leichte Transporter künftig auch schwere Lastwagen anbieten.

Ein wesentliches Interesse an der angeblichen Übernahme hätten auch die MAN-Großaktionäre Allianz, Münchener Rück und Commerzbank gehabt, hatte es geheißen. Zu den Zerschlagungs-Gerüchten um MAN sagte das angeblich maßgeblich an den Plänen beteiligte Allianz-Vorstandsmitglied Paul Achleitner „Focus-Money“ ebenfalls in einem Interview: „Ich lese immer wieder mit großer Verwunderung, wo und wann ich mit wem gesprochen haben soll.“ Achleitner sitzt im Aufsichtsrat von MAN.

MAN-Vorstandschef Rupprecht sagte dem Magazin allerdings, es habe „immer mal wieder Gespräche mit VW wegen möglichen Kooperationen gegeben“. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Nutzfahrzeugsparte sagte Rupprecht, der Bereich sei auf dem besten Weg, in den nächsten Jahren die frühere Ertragsstärke nicht nur zu erreichen, sondern zu übertreffen.

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