Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

ABB-Chef Joe Hogan „Die gesamte Energiewende kann scheitern“

Seite 2 von 3:
ABB ist nicht nur grüne Technik

Nicht nur Deutschland setzt verstärkt auf erneuerbare Energien. Hat ABB genug Kapazitäten, um der Nachfrage Herr zu werden?

Wir müssen unsere Kapazitäten ohne Zweifel aufstocken. Daher investieren wir über eine Milliarde Dollar in die gesamte Wertschöpfungskette. Rund 500 Millionen Dollar stecken wir allein in den Ausbau unserer Kabelproduktion. Mehr als 250 Millionen Dollar haben wir in den vergangenen drei Jahren in die Leitungshalbleiter investiert.

Stellen Sie für die Energiewende neue Lösungen auf der Hannover Messe vor? 

Wir stellen unser Konzept für das weltweit erste Hochspannungsgleichstrom-Overlay-Netz vor. Das könnte eine zentrale Lösung für die Energiewende sein. Ein solches Netz erlaubt den Stromtransport über lange Strecken mit sehr geringen Energieverlusten. Solche Gleichstromleitungen gibt es zwar schon, um zum Beispiel große Windparks vor den Küsten mit dem Festland zu verbinden. Neu ist, dass wir solche Leitungen zu einem Gleichstromnetz verbinden wollen. Das war bisher technisch nicht möglich. Wir haben hier aber enorme Fortschritte gemacht und sind zuversichtlich, den Versorgern und der Politik zu sagen: Ihr könnt die Planungen für ein solches Netz aufnehmen. Wir werden die Technologie bis etwa 2020 liefern können.

Sind Sie die Einzigen, die daran arbeiten?

Es gibt zwei Wettbewerber im Hochspannungsgleichstrom-Bereich: Alstom und Siemens. Über deren Absichten kann ich nichts sagen.

Apropos Siemens: Konzernchef Löscher ist sehr aktiv darin, Siemens ein grünes Image zu verpassen. Machen Sie das auch?

ABB hat ein sehr breites Portfolio an Lösungen, die helfen, Energie zu sparen. Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind zentrale Wachstumstrends für uns. Aber ABB lässt sich nicht auf ein Thema wie grüne Technik reduzieren.

Und deshalb hat ABB jüngst bei konventioneller Technik zugekauft, wie Niederspannung. Aber warum ausgerechnet in den USA und nicht im Boommarkt Asien? 

Ob Sie es glauben oder nicht, aber die USA sind immer noch die stärkste Volkswirtschaft der Welt und ABB war zuvor in den USA nicht ausreichend vertreten. Unsere Produkte von Europa in die USA zu exportieren, war keine Lösung. Marktkenntnis und ein starkes Vertriebsnetz sind entscheidende Faktoren. Wir haben daher mit Baldor einen Motorenhersteller gekauft und hoffen, den Kauf von Thomas & Betts bald abzuschließen, einem Spezialisten von Niederspannungsprodukten. Ich glaube an die USA. Auch in 20 Jahren werden sie immer noch vor oder hinter China die größte Volkswirtschaft der Welt sein.

Und was ist mit Europa?

Europa ist für ABB nach wie vor ein unglaublich spannender Markt, insbesondere Deutschland. Wir haben ehrgeizige Ziele. Seit Jahrzehnten haben wir von Europa aus erfolgreich exportiert und dadurch einige Potenziale vor der eigenen Haustür übersehen, beispielsweise in der Industrieautomation.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
„Asien ist für ABB ein riesiger Markt“
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

2 Kommentare zu "ABB-Chef Joe Hogan: „Die gesamte Energiewende kann scheitern“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hoffentlich scheitert die sogenannte Energiewende. Dann brauchen wir die ganzen zusätzlichen Trassen nicht, denn dann wird der Strom wieder da produziert wo er gebraucht wird. Nur das macht Sinn, weshalb man das in der Vergangenheit machte. Leitungen zerstören nicht nur die Landschaft, sondern produzieren auch Verluste.
    Glücklicherweise macht das Ausland diesen Sonderweg nicht mit, offenbar ist man hier mehr an bezahlbaren Strompeisen interessiert. Die grüne Ideologie kommt langsam zum erliegen, gut so!

  • Wäre schön, wenn die Politik auf den Mann hörte.
    Da Offshore Windkraft eher ein Vabanque Spiel ist, gilt die Aussage sicherlich und insbesondere für die mittlerweile wesentlich billigere Großflächen Photovoltaik.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%