Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Spezialchemie Evonik treibt Umbau voran – Plexiglas-Geschäft verkauft

Der Finanzinvestor Advent erhält den Zuschlag für das Plexiglas-Geschäft. Evonik geht für 2019 von stagnierendem Ertrag und Umsatz aus, die Dividende für 2018 bleibt unverändert.
Update: 05.03.2019 - 08:20 Uhr Kommentieren
Die Zentrale des Spezialchemiekonzerns im nordrhein-westfälischen Essen. Quelle: dpa
Evonik

Die Zentrale des Spezialchemiekonzerns im nordrhein-westfälischen Essen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfEvonik treibt seinen Konzernumbau voran und will sich stärker auf das Geschäft rund um die Spezialchemie konzentrieren. Die Essener verkaufen deshalb ihr Plexiglas-Geschäft für etwa drei Milliarden Euro an den Finanzinvestor Advent. Mit den Einnahmen will Evonik das margenstärkere und konjunkturunabhängigere Spezialchemie-Portfolio ausbauen.

Im laufenden Jahr lasten indes wirtschaftliche Unsicherheiten auf den Geschäften. 2019 werde „sicher kein einfaches Jahr“, sagte Konzernchef Christian Kullmann am Dienstag. Evonik erwarte im laufenden Jahr ein bereinigtes Ebitda, das „auf dem Niveau von 2018 oder leicht darunter liegen wird“. Das gelte auch für den Umsatz. Evonik könne sich der weltwirtschaftlichen Entwicklung nicht entziehen, erläuterte Kullmann.

Im vergangenen Jahr konnte der Essener Konzern auch dank seiner Übernahmen Umsatz und operatives Ergebnis steigern. Das bereinigte Ebitda legte 2018 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu, die Erlöse kletterten um vier Prozent auf 15 Milliarden Euro. Der Konzern lag damit im Rahmen der Erwartungen des Marktes. Die Anteilseigner rund um die RAG-Stiftung sollen für 2018 eine unveränderte Dividende von 1,15 Euro je Aktie erhalten. Analysten hatten hier indes mit 1,17 Euro je Anteilsschein gerechnet.

Evonik habe mit dem Verkauf des Methacrylat-Geschäfts „das Profil unseres Portfolios weiter in Richtung Spezialchemie geschärft“, betonte Kullmann. Er halte an dem Ziel fest, Evonik zum besten Spezialchemiekonzern der Welt zu machen: „Dafür legen wir die Grundlagen.“ Der Verbund rund um das Plexiglas-Geschäft mit rund 3900 Mitarbeitern und einem Umsatz von etwa 1,8 Milliarden Euro soll im dritten Quartal 2019 an Advent gehen. Evonik will die Einnahmen auch für die Finanzierung des US-Zukaufs PeroxyChem nutzen.

Die Essener waren in der Vergangenheit auf Einkaufstour gegangen. Sie hatten 2017 für 630 Millionen Dollar das Silica-Geschäft des US-Konzerns JM Huber übernommen. Evonik hatte zuvor zudem eine Sparte des US-Konzerns Air Products für rund 3,8 Milliarden Dollar gekauft. Zuletzt hatte Evonik im November die Übernahme des US-Unternehmens PeroxyChem verkündet.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Spezialchemie - Evonik treibt Umbau voran – Plexiglas-Geschäft verkauft

0 Kommentare zu "Spezialchemie: Evonik treibt Umbau voran – Plexiglas-Geschäft verkauft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.