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Spezialchemie Lanxess hält sich besser als befürchtet – und bestätigt den Ausblick

Der Spezialchemiekonzern hat im zweiten Quartal die Coronakrise deutlich gespürt. Vorstandschef Matthias Zachert hat die Jahresziele dennoch bestätigt.
13.08.2020 Update: 13.08.2020 - 12:01 Uhr Kommentieren
Lanxess-Aktie: Chemiekonzern hält sich besser als befürchtet Quelle: Reuters
Lanxess-Zentrale in Köln

Der Konzernumsatz fiel daher im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,7 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)

Köln Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat trotz eines deutlichen Ergebnisrückgangs im zweiten Quartal seine Jahresziele bekräftigt. Vorstandschef Matthias Zachert erwartet für 2020 unverändert einen bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) zwischen 800 und 900 Millionen (Vorjahr: 1,019 Milliarden) Euro.

Das Kölner Unternehmen habe zwar im zweiten Quartal nach dem massiven Einbruch der Weltwirtschaft die Coronakrise deutlich stärker gespürt als noch zu Jahresbeginn, sehe in Asien aber erste Zeichen einer Erholung. „Daher bleibe ich zuversichtlich, auch wenn derzeit keine schnelle gesamtwirtschaftliche Erholung abzusehen ist“, sagte Zachert am Donnerstag. Er hatte bereits im Mai die Ergebnisprognose gesenkt.

Der bereinigte Betriebsgewinn fiel im zweiten Quartal um gut ein Fünftel auf 224 Millionen Euro. Der Umsatz sank um knapp 17 Prozent auf 1,436 Milliarden Euro. Lanxess litt unter rückläufigen Preisen und einer weiter schwachen Nachfrage aus der Autoindustrie, mit der der Konzern rund 20 Prozent seines Umsatzes erzielt.

Lanxess-Aktie leicht im Minus

Die Autobranche werde einige Jahre brauchen, um wieder ein „akzeptables Niveau“ zu erreichen, sagte Zachert. Derzeit hat Lanxess rund 600 Mitarbeiter in Kurzarbeit, vor allem in Betrieben mit Produkten für die Autoindustrie.

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    Die Lanxess-Aktie lag am Donnerstagmittag knapp 1 Prozent im Minus bei rund 48,80 Euro.

    Lanxess werde aber auch in Zukunft in diesem Bereich als Zulieferer tätig sein und fühle sich mit einem Umsatzanteil von rund 20 Prozent „okay“, sagte Zachert. Durch den am Donnerstag angekündigten Verkauf des Geschäfts mit organischen Lederchemikalien an die zur US-Investmentgesellschaft Black Diamond gehörende TFL Ledertechnik reduziere sich dieser Anteil um 100 Millionen Euro. Lanxess nimmt mit dem Verkauf 80 Millionen Euro ein, zudem wurde noch eine erfolgsabhängige Komponente von bis zu 115 Millionen vereinbart.

    Rund lief es im zweiten Quartal für die Kölner im Bereich Consumer Protection, in dem Lanxess von hoher Nachfrage nach Agrochemikalien und Desinfektionsmitteln profitierte. Zachert will diesen Bereich weiter ausbauen und zieht dafür auch Übernahmen in Betracht. Finanziell sei Lanxess dafür durch den Verkauf seines Anteils am Chemieparkbetreiber Currenta gut gerüstet. Die Nettofinanzverbindlichkeiten sanken dadurch um fast 50 Prozent auf 929 Millionen Euro.

    Zudem erzielte der Konzern dadurch im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 803 (Q2 2019: 96) Millionen Euro. Lanxess könnte „mit einer starken Bilanz durch die Krise segeln“, sagte Zachert. Bei Zukäufen sei der Konzern nicht nur in der Lage, im Millionen-Bereich zu investieren, „wir können auch über größere Beträge sprechen.“

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    • rtr
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