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Spezialchemiekonzern Evonik überrascht mit Gewinnsprung – Aktie steigt deutlich

Der Spezialchemiekonzern setzt sich jetzt höhere Ziele für das Gesamtjahr. An der Börse geht es für die Evonik-Aktie steil nach oben.
17.07.2018 Update: 17.07.2018 - 12:01 Uhr Kommentieren
Evonik hebt nach überraschendem Gewinnplus die Prognose an Quelle: Reuters
Evonik

Von April bis Juni schraubte der Konzern das bereinigte Ebitda auf 742 (Vorjahr: 640) Millionen Euro in die Höhe.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der Spezialchemiekonzern Evonik profitiert von seinen milliardenschweren Zukäufen und dem unter Konzernchef Christian Kullmann eingeschlagenen Sparkurs. Die Essener hoben nach einem unerwartet deutlichen Gewinnplus im zweiten Quartal unter anderem das Ertragsziel für 2018 an. Evonik erwarte nun einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebitda) zwischen 2,6 und 2,65 Milliarden Euro, teilte der Essener Konzern am Dienstag mit. Bislang hatte das Unternehmen einen operativen Gewinn zwischen 2,4 und 2,6 Milliarden Euro erwartet.

Investoren griffen nach Evonik-Aktien – die Anteilsscheine legten um mehr als fünf Prozent auf 31,53 Euro zu.

„Wir setzen unsere Strategie weiter konsequent um“, sagte Kullmann: „Dies spiegelt sich nun auch mehr und mehr in unserer operativen Geschäftsentwicklung wider." Von April bis Juni schraubte Evonik das bereinigte Ebitda auf 742 (Vorjahr: 640) Millionen Euro in die Höhe. Der Umsatz kletterte auf 3,9 (3,6) Milliarden Euro. Hier konnte Evonik höhere Preise durchsetzen - zudem halfen steigende Absatzmengen.

Zudem konnten alle drei Konzernbereiche deutlich zulegen. Das war bei Evonik in der Vergangenheit nicht immer so. Allein der Bereich Nutrition & Care, der unter anderem Aminosäuren für die Tier-Mast anbietet, steigerte den operativen Gewinn um zehn Prozent auf 222 (201) Millionen Euro. Insgesamt liege Evonik mit den Ergebnissen deutlich über den Erwartungen des Marktes, teilten die Essener mit. Endgültige Zahlen für das Quartal würden am 2. August vorgelegt.

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    Damit zeigt offenbar auch der Konzernumbau von Vorstandschef Kullmann erste Früchte. Er will das Unternehmen profitabler machen – die Ebitda-Marge soll mittelfristig von zuletzt 16 bis 18 Prozent auf 18 bis 20 Prozent steigen. Dafür sollen bis zu 1000 der weltweit rund 37.000 Stellen wegfallen.

    Bis Ende 2020 will Kullmann die Kosten dauerhaft um 200 Millionen Euro reduzieren. Die ersten 50 Millionen Euro würden bereits im laufenden Geschäftsjahr erreicht. Evonik hatte 2017 für 630 Millionen Dollar das Silica-Geschäft der US-Firma JM Huber übernommen. Zuvor hatten die Essener eine Sparte des US-Konzerns Air Products für rund 3,8 Milliarden Dollar gekauft.

    Zudem baut er den Essener Konzern weiter um, das Methacrylat-Geschäft soll verkauft werden. Evonik habe dabei bereits erste Informationsprospekte über das Geschäft an mögliche Interessenten verschickt, wie Insider Reuters in der vergangenen Woche gesagt hatten.

    Die Prospekte gingen sowohl an Unternehmen aus der Chemiebranche wie etwa Sabic oder die chinesische Wanhua als auch an Finanzinvestoren wie Advent, Carlyle und Blackstone. Erste Gebote würden im Oktober erwartet, Gespräche mit ernsthaften Interessenten sollten im Herbst beginnen. Es werde mit Offerten in einer Höhe von 2,5 bis drei Milliarden Euro gerechnet.

    Evonik gehört mehrheitlich der RAG-Stiftung. Mit seinen Dividendenzahlungen trägt der Chemiekonzern maßgeblich dazu bei, dass die Stiftung die dauerhaften Folgekosten des Steinkohlebergbaus bezahlen kann, wenn Ende des Jahres die beiden letzten deutschen Zechen schließen.

    • rtr
    • HB
    • dpa
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