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Sportartikelhersteller Puma will einzelne Verwaltungsstellen streichen

Im Rahmen des Konzernumbaus bei Puma sollen einzelne Stellen in der Verwaltung gestrichen werden. Das Ziel ist ehrgeizig: Bis 2015 soll der Umsatz um eine Milliarde Euro gesteigert werden.
19.09.2012 - 15:52 Uhr Kommentieren
Puma will seinen Umsatz bis 2015 kräftig steigern. Quelle: dapd

Puma will seinen Umsatz bis 2015 kräftig steigern.

(Foto: dapd)

Frankfurt Der Sportartikel-Hersteller Puma plant bei seinem Konzernumbau zunächst keine größeren Stellenstreichungen. „Unterm Strich werden wir in diesem Jahr die Mitarbeiterzahl weltweit annähernd stabil halten, auch wenn wir vor allem in der Verwaltung selektiv Stellen einsparen müssen“, sagte Konzernchef Franz Koch in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem „manager magazin“.

Koch hatte schon im Juli angesichts rückläufiger Gewinne angekündigt, Puma komplett umzubauen, um effizienter zu werden und Kosten zu senken. Dabei sollen auch unrentable Geschäfte geschlossen werden. Zahlen nannte Koch erneut nicht. Neue Standorte sollten in den wachstumsstärkeren Märkten wie China, Indien oder Russland eröffnet werden.

Koch hielt zudem am mittelfristigen Ziel fest, den Umsatz bis 2015 auf vier Milliarden Euro von drei Milliarden im vergangenen Jahr zu steigern. „Wir wissen, dass dieses Ziel ambitioniert ist und das wir uns dafür anstrengen müssen.“ Wichtig sei, dass das Programm zügig umgesetzt werde. „Einige Maßnahmen werden kurzfristig greifen, andere werden erst später zu Verbesserungen führen.“ Ein einheitliches IT-System werde Puma schneller und effizienter machen, die Umsetzung aber bis über das Jahr 2015 hinaus dauern.

Bei den Produkten will sich die Marke mit der springenden Raubkatze auf die Kernsegmente Fußball, Fitness und Lifestyle konzentrieren, aber auch in vielversprechenden Nischen wie Golf und Motorsport engagieren, wie Koch erläuterte. „Sicher werden wir uns aus einzelnen Produktlinien verabschieden, die nicht die erwartete Profitabilität aufweisen.“

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    Auch Jochen Zeitz, Kochs Vorgänger an der operativen Spitze und nun Puma-Verwaltungsratschef, war mit der Entwicklung der Tochter des französischen Luxusgüter-Konzerns PPR im vergangenen Jahr nicht zufrieden: „Wir sind uns alle aber einig, dass Franz Koch jetzt handeln muss, um das Ergebnis zu verbessern“, sagte er in dem selben Interview.

    Er selbst sieht seine Tage als Verwaltungsratschefs gezählt: „Es ist sicher vernünftig, früher oder später die Führung des Puma-Verwaltungsrats an den Vertreter des Hauptaktionärs zu übergeben, der auch für das Geschäft operativ verantwortlich ist. Ein solcher Schritt entspricht auch meiner persönlichen Lebensplanung.“ Zeitz' voraussichtlicher Nachfolger ist Jean-Francois Palus, Vize-Chef beim Großeigner PPR.

    • rtr
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