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Produktion bei Aston Martin in Gaydon

Frauen werden für den Sportwagenhersteller, der an die Börse strebt, als Autokunden immer wichtiger.

(Foto: Bloomberg)

Sportwagen-Hersteller Aston Martin will mehr Frauen ans Steuer bringen

Vor dem Börsengang will die Sportwagen-Ikone endlich eine Frau in die Führung aufnehmen. Auch weibliche Kunden rücken zunehmend in den Fokus.
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LondonAls Lieferant der Sportwagen von James Bond ist der britische Hersteller Aston Martin vor allem bei Männern eine Ikone. Vor dem geplanten Börsengang, der das Unternehmen mit rund 5 Milliarden Dollar bewerten soll, will Aston Martin aber offenbar mehr Frauen in die Führung holen.

Wie der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, soll in den kommenden Wochen mindestens eine Frau in den Verwaltungsrat von Aston Martin einziehen. Bisher sind alle neun Mitglieder Männer. Der Schritt soll parallel zur Veröffentlichung des Börsenprospekts erfolgen.

Andernfalls wäre der Sportwagenhersteller eins von nur zehn börsennotierten Unternehmen im Index FTSE 350, dessen Verwaltungsrat nur mit Männern besetzt ist. Die britische Regierung drängt die Wirtschaft, bis 2020 ein Drittel ihrer Verwaltungsratsposten an Frauen zu vergeben.

Frauenmangel herrscht bei Aston Martin allerdings nicht nur in der Führung. Das 105 Jahre alte Unternehmen will seine Produkte attraktiver für jüngere und weibliche Kunden machen. Die gesamte Autobranche wirbt längst nicht mehr mit Frauen, die sich auf der Motorhaube räkeln, sondern die am Steuer sitzen.

2015 brachten die Briten den Crossover DBX auf den Markt, nachdem die eigenen Marktforscher gemeldet hatten, dass nur 5 Prozent aller Aston Martins von Frauen gekauft wurden. Der DBX soll auch Frauen Mitte 30 ansprechen.

Im gleichen Jahr wurde Laura Schwab Chefin des Amerika-Geschäfts, auch wenn sie es nicht in die Präsentation des Vorstands auf der Website schafft. Alle zwölf der für das Tagesgeschäft zuständigen Manager sind Männer. Im Verwaltungsrat, der über langfristige strategische Fragen des Autobauers entscheidet, sitzen derzeit vor allem Vertreter der größten Aktionäre wie Investment Dar aus Kuwait und Investindustrial Advisors.

Die legendärsten Modelle von Aston Martin
James Bond alias Sean Connery vor einem DB5
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Das Auto sitzt wie ein guter Smoking. Als Sean Connery alias James Bond 1964 im Film „Goldfinger“ in einen Aston Martin DB5 steigt, bekommt die Sportwagenmarke aus England ihre goldene Nadel angesteckt: Geheimagenten-Ausstatter. Dabei produziert die Manufaktur schon lange schnittige Autos - nur nicht immer erfolgreich.

(Foto: dpa)
Lionel Martin und sein Aston Martin
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Am 15. Januar 1913 gründen Robert Bamford und Lionel Martin in London das Unternehmen Bamford and Martin Ltd. für den Vertrieb von Singer-Automobilen. Die Briten suchen bald nach einer weiteren Herausforderung und entwickeln unter dem Firmennamen Aston Martin ihren ersten Prototypen. 1915 erhält das erste Auto seine Zulassung.

(Foto: PR)
Produktion von Aston Martin-Autos des Typs Mark II Mitte der 1930er Jahre
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In den Anfangsjahren sollen die Produkte vor allem ihre Sportlichkeit belegen. Ein neuer Miteigentümer stellt mit einem Prototypen auf der Rennstrecke Brooklands bei London 1922 gleich zehn Weltrekorde auf, im selben Jahr nehmen zwei Fahrzeuge an einem Grand Prix teil.

(Foto: PR)
Aston Martin DB2
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Der DB2 wurde Anfang der 50er produziert - noch bevor James Bond in einem Aston Martin Platz nahm. Unter der langen Motorhaube sitzt ein Sechszylinder mit 2,6-Litern Hubraum, entwickelt von W.O. Bentley.

(Foto: PR)
Aston Martin DB5
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Von „Goldfinger" bis „Skyfall“: Der Aston Martin DB5 spielt zwischen 1964 und 2012 immer wieder eine Rolle in James-Bond-Filmen.

(Foto: PR)
1964er Aston Martin DB5
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Sean Connery erhält für seine Rolle als britischer Geheimagent in „Goldfinger“ den ersten DB5-Prototypen als Film-Dienstwagen. „Es ist das Auto, das heute noch am besten zu James Bond passt“, sagt Arsen Seyranian vom James Bond Club Schweiz. Der DB5 ist dann auch das Modell, das in weiteren Bond-Filmen vorkommt: „Feuerball“ (1965), „Goldeneye“ (1995) und „Skyfall“ (2012).

(Foto: dapd)
James Bonds 1965er Aston Martin DB5 bei einer Versteigerung
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Der Aston Martin ist das erste Fahrzeug von 007, das ein paar der bekannten Super-Gimmicks bekommt: Schleudersitz, Maschinengewehr, Reifenschlitzer und Rammstoßstangen. "Das Auto selbst spiegelt die Charaktereigenschaften von James Bond wieder: Stil, Prestige, Kraft, Schnelligkeit, Risikobereitschaft, Gewieftheit", sagt 007-Sammler Arsen Seyranian.

(Foto: Reuters)
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