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Staatliche Hilfe Autobranche fordert Staatsgarantien für Autokredite

Die Staatsbank KfW soll nach Plänen der Automobilindustrie auch für Autokredite bürgen. Damit sollen Leasinggesellschaften gestützt werden.
06.05.2020 - 10:07 Uhr 3 Kommentare
Die Autoindustrie drängt in der Coronakrise auf staatliche Hilfen. Quelle: Reuters
Staatliche Hilfen für die Autoindustrie

Die Autoindustrie drängt in der Coronakrise auf staatliche Hilfen.

(Foto: Reuters)

München Die deutsche Autobranche fordert in der Coronakrise einem internen Dokument zufolge eine weiter gehende Unterstützung durch den Staat als bisher bekannt. Neben Kaufprämien des Bundes solle die Staatsbank KfW für Autokredite bürgen, heißt es in einem Papier des Verbands der Automobilindustrie (VDA), das der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag.

Ein VDA-Sprecher bestätigte die Existenz des Papiers, das lediglich als interne Gesprächsunterlage für den Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag vorgesehen gewesen sei.

Günstige Finanzierungskonditionen seien für viele Kunden eine wichtige Voraussetzung für den Fahrzeugkauf, heißt es in dem Dokument. „Daher sollte die Leistungsfähigkeit der Autobanken und Leasinggesellschaften gestärkt werden, indem sie in die KfW-Garantieprogramme einbezogen werden.“ Damit sollten spezielle Kreditprogramme für Autokäufer ermöglicht werden.

Der VDA und die Hersteller Volkswagen, Daimler und BMW haben sich wiederholt dafür eingesetzt, dass der Staat und damit letztlich der Steuerzahler den Autokauf mit Prämien bezuschusst. Damit werde nicht nur der Absatz von Deutschlands größter Branche angeschoben, sondern mittelbar auch die gesamte Volkswirtschaft angekurbelt, lautet das Argument.

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    Der VDA setzt sich in dem Papier auch für eine staatliche Unterstützung der Nutzfahrzeugbranche und ihrer Kunden ein. Steuerliche Sonderabschreibungen und Investitionszuschüsse im Rahmen von Flottenerneuerungsprogrammen für Lastwagen und Sattelauflieger sollen demnach helfen, den in der Coronakrise eingebrochenen Markt anzukurbeln. Die MAN- und Scania-Holding Traton, die zu Volkswagen gehört, hatte bereits nach staatlicher Unterstützung für die Branche gerufen.

    Mehr: Wie die Regierung die Autoindustrie klimagerecht fördern will

    • rtr
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    3 Kommentare zu "Staatliche Hilfe: Autobranche fordert Staatsgarantien für Autokredite"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Daß weniger (neue) Autos auch weniger Umsatz oder Gewinn für die großen KFZ-Hersteller bedeuten, ist nicht unbedingt ausgemacht. Zum einen sind diese Unternehmen natürlich die idealen Anbieter um - teilweise oder gar voll automatisiert - einen innovativen, benutzerfreundlichen Individualverkehr aufzubauen und daraus auch neue Einkommen zu erzielen. Und wenn diese Autos dann weit besser ausgelastet werden, zum Beispiel mit einem erschwinglichen "Taxi"-Service auch über längere Strecken von Stadt zu Stadt, dann können sie ruhig auch teurer werden.
      Wen das erschreckt: mein erstes Auto, ein VW-Käfer, kostete damals 4.000 DM, also zweitausend Euro. Sein heutiger Nachfolger ist fast zehnmal teurer. Natürlich - weder sind das damalige und das heutige Auto miteinander vergleichbar, noch mein damaliges und heutiges Einkommen.
      Warum kann dann in 10 oder 20 Jahren das vollautomatische Langstrecken-Taxi nicht nochmal das drei oder vierfache kostet, wenn es dafür voll ausgelastet ist und sich dementsprechend rechnet? Und zudem effizienter produziert werden kann, wie mit der "Industriellen Cloud" von VW, über welche das Handelsblatt vor kurzem berichtete - übrigens eine der cleversten digitalen Innovationen, von der ich seit Jahren gehört habe.

    • Vielleicht sollte man sich seitens der Industrie, aber auch seitens der Politik langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass in Zukunft weniger Autos nachgefragt werden. Die Gründe dafür sind ja vielschichtig: der gerade heranwachsenden Generation ist ein Auto nicht mehr so wichtig, man braucht nicht alle 3 Jahre ein neues Auto - das alte tut es auch noch (was ja ressourcentechnisch nicht die falscheste Sicht ist), es wird in der "Nach-Corona"-Zeit schlichtweg weniger Leute geben, die sich noch ein Auto leisten können oder wegen der gestiegenen Unsicherheit leisten wollen, Firmenwagenflotten werden (hoffentlich) kleiner...
      Soll deshalb der Staat jetzt für diese Kredite bürgen?

    • Frechheit siegt offenbar.

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