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Staatliche Kontrolle Budapest will Eon-Töchter übernehmen

Ungarn will wichtige Wirtschaftsbereiche wieder unter staatliche Kontrolle bringen. Deshalb will das Land Töchter des Eon-Konzerns übernehmen. Die EU ist nicht erfreut.
27.08.2012 - 11:27 Uhr 2 Kommentare
Das Firmenlogo steht vor einem Gebäude der Eon-Zentrale in Düsseldorf,. Quelle: dpa

Das Firmenlogo steht vor einem Gebäude der Eon-Zentrale in Düsseldorf,.

(Foto: dpa)

Budapest Der ungarische Staat will nach den Worten von Ministerpräsident Viktor Orban die im Land aktiven Töchter des deutschen Energie-Konzerns Eon übernehmen. Eon-Aktivitäten würden innerhalb kürzester Zeit zurückgekauft, sagte Orban nach Angaben der ungarischen Nachrichtenagentur MTI am Samstag am Rande eines Volksfestes im ungarischen Köszeg. Orban will wichtige Wirtschaftsbereiche wieder unter staatliche Kontrolle bringen und liegt darüber im Streit mit der EU.

Orban hatte bereits beim Jahrestreffen ungarischer Botschafter drei Tage zuvor gesagt, er wolle die großen Versorger in nichtgewinnbringende Unternehmen umwandeln und damit in öffentliche Hände bekommen. Hierzu gibt es aber bislang noch keinen Gesetzesentwurf.

Die EU wollte dies deswegen zunächst nicht kommentieren. Ungarn gilt wegen seines anhaltend hohen Budgetdefizits, der strukturellen Schwächen seiner Volkswirtschaft und dem wirtschaftlichen Populismus von Ministerpräsident Orban als eines der Sorgenkinder in der EU.

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    2 Kommentare zu "Staatliche Kontrolle : Budapest will Eon-Töchter übernehmen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Ungarn gilt wegen seines anhaltend hohen Budgetdefizits, der strukturellen Schwächen seiner Volkswirtschaft und dem wirtschaftlichen Populismus von Ministerpräsident Orban als eines der Sorgenkinder in der EU." Wie war es dann in Ungarn nach der Wende bis zum Ende der letzter Regierung, also zwischen 1990 und 2010? Hohe Budgetdefizits? JA! strukturelle Schwächen der Volkswirtschaft? JA! Hohe Staatsverschuldung? JA! Obwohl die vorherige Regierungen waren aus der Sicht von Deutschland "politisch korrekt", also sie haben alles privatisiert und zwar spott billig und dabei waren sie auch nicht affälig! Deswegen hat kein einzige Journalist Ungarn damals kritisiert (außer die Kritik gegen Herr Orbán nach 1998). Also, irgendetwas stimmt doch nicht mit der anhaltenden Hetzkampagne seit 2 Jahren gegen die jetztigen ungarischen Regierung! Wir haben auch von der Gescichte gelernt: wenn die Regierung eines kleines Landes versucht die Interesse ihres eigenes Land zu vertreten, das gefällt natürlich nicht der Großmachten.

    • Intelligenter Schachzug, wenn auch etwas zu spät.

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