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Staatsanwälte ermitteln Solar Millennium: Verdacht auf Insiderhandel

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Solartechnik-Hersteller Solar Millenium: Ein Aufsichtsratsmitglied soll von Insider-Informationen profitiert haben. Auch die Bafin befasst sich mit dem Fall.
Update: 16.08.2011 - 17:48 Uhr 1 Kommentar

DüsseldorfDer Solartechnik-Hersteller Solar Millennium ist wegen umstrittener Aktienkäufe seines Aufsichtsrats ins Visier von Staatsanwaltschaft und Börsenaufsicht geraten. Laut der „Süddeutschen Zeitung“ soll ein Aufsichtsratsmitglied des Erlanger Unternehmens ein größeres Aktienpaket zu einem Zeitpunkt gekauft haben, als nur Firmeninsider vom Wechsel des früheren EnBW-Chefs Utz Claassen an die Solar-Millennium-Spitze gewusst hätten.

Die Öffentlichkeit habe von dem kursrelevanten Führungswechsel erst später - nämlich am 15. Dezember 2009 - erfahren. Daraufhin habe eine starke Nachfrage nach Solar Millennium-Aktien eingesetzt, die Aktie erlebte einen Kurssprung. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth bestätigte Vorermittlungen seiner Behörde wegen des Verdachts auf verbotenen Insiderhandels mit Wertpapieren des Solartechnik-Herstellers.

Ausgelöst habe die Überprüfung eine Strafanzeige, sagte der Sprecher. Zu Einzelheiten wollte sich der Staatsanwalt aber nicht äußern.

Auch sonst kommt das Unternehmen aus dem fränkischen Erlangen nicht zur Ruhe. Finanzchef Oliver Blamberger scheide auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus, gab die Firma bekannt. Sein Amt soll ab September bis Ende Oktober Martin Löffler übernehmen, der bisher für die Finanzen beim Biogas-Energieerzeuger agri.capital verantwortlich war. An der Börse sorgten diese Nachrichten für fallende Kurse: Die Titel von Solar Millennium brachen am Dienstag über fünf Prozent auf 12,40 Euro ein.

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1 Kommentar zu "Staatsanwälte ermitteln: Solar Millennium: Verdacht auf Insiderhandel"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Insiderhandel? Dieser Aufsichtsrat hat wohl eher darauf spekuliert, dass der fette Claassen nicht kommt. Wo der auftaucht wird die Firma geschröpft und ausgeblutet und dann ist er mit gefüllten Taschen wieder weg. So eine Art Heuschreckenschwarm, EnBW wird es bestätigen. Ist der Middelhoff eigentlich schon eingesperrt?