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Staatsfonds PIF Lucid-Hauptaktionär Saudi-Arabien: Der reiche, aber schwierige Milliarden-Investor

Investitionen in US-Firmen sollen das Königreich Saudi-Arabien unabhängig vom Öl machen. Doch im Silicon Valley sind sie nicht mehr immer willkommen.
24.01.2021 - 13:46 Uhr Kommentieren
Der saudische Kronprinz verfolgt den Umbau des Königreichs. Quelle: dpa
Mohammed bin Salman

Der saudische Kronprinz verfolgt den Umbau des Königreichs.

(Foto: dpa)

Berlin Prominent werden die amerikanischen Elektro-Luxusautos in der saudischen Hauptstadt Riad ausgestellt. Aus gutem Grund: Gut eine Milliarde Dollar hat der saudische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) 2018 in den US-Tesla-Rivalen Lucid gesteckt.

Der Börsengang soll sich für den Staatsfonds des Königreichs jetzt auszahlen, wie zuvor schon die Wette auf Uber vor dessen IPO. Dort hatte der PIF 3,5 Milliarden Dollar reingepumpt. Auch bei Tesla hatte sich der Staatsfonds fünf Prozent gesichert – neben den Investments in jungen Firmen, Einhörnern und Start-ups im Silicon Valley. Allein in Start-ups dort sollen mindestens 6,2 Milliarden Dollar geflossen sein.

Beim 100 Milliarden Dollar schweren Vision Fund der japanischen Softbank, der vor allem in wachstumsstarke Branchen und Hightech-Firmen investieren soll, ist der PIF mit 45 Milliarden Dollar investiert. Mit dem Vermögensverwalter Blackstone haben die Saudis einen 20 Milliarden Dollar umfassenden US-Infrastruktur-Fonds aufgelegt.

Daneben engagiert sich der PIF aber auch eigenständig mit Investments in Amerika: 500 Millionen Dollar flossen in das Start-up Magicleap, das Produkte für virtuelle Realität entwickelt. Auf dem Höhepunkt des Börsenabsturzes infolge der Corona-Pandemie im März kauften die Saudis Aktien des US-Kreuzfahrtanbieters Carnival und andere Papiere aus krisenanfälligen Sektoren.

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    Dividenden und Kursgewinne sollen Geld zum PIF spülen, um die saudische Wirtschaft in die Zeit nach dem Öl zu katapultieren. „Vision 2030“ nennt sich dieser Masterplan des Umbaus des Königreichs des Kronprinzen Mohammed bin Salman.

    Engster Partner sind die USA: MbS, wie der ebenso umstrittene wie mächtige Kronprinz genannt wird, pflegte engste Beziehungen zu Donald Trump, inzwischen Ex-Präsident der USA. Auf einem zweiwöchigen Staatsbesuch in den USA bereiste MbS das Silicon Valley, traf Amazon-Boss Jeff Bezos, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und viele andere Techunternehmer.

    Nach dem offenbar von MbS beauftragten Mord am oppositionellen Journalisten Jamal Kashoggi in Istanbul ging ein Aufschrei durch die Politik und US-Firmen mit saudischer Beteiligung. MbS versuchte bis zuletzt, bei Trump eine Immunitätsgarantie zu bekommen, um bei künftigen US-Visiten nicht verhaftet und angeklagt zu werden.

    Das Team von US-Präsident Joe Biden hat bereits angekündigt, eine andere Saudi-Arabien-Politik als Trump zu machen. Was das für sie bedeutet, darüber rätseln MbS, der PIF, US-Konzerne und Start-ups aktuell sehr.

    Mehr: Die große Angst der Despoten vor Joe Biden

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