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Stada Bain Capital und Cinven müssen wohl keine Gegenofferte aus China fürchten

Die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven kommen im Kampf um den Pharmahersteller Stada ihrem Ziel näher: Shanghai Pharma konnte sich mit Advent und Permira nicht auf eine Gegenofferte verständigen.
24.05.2017 - 20:52 Uhr Kommentieren
Bain und Cinven liegen im Kampf um den deutschen Pharmakonzern vorne. Quelle: dpa
Stada

Bain und Cinven liegen im Kampf um den deutschen Pharmakonzern vorne.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven müssen im milliardenschweren Kampf um den Pharmahersteller Stada offenbar keine Konkurrenz aus China mehr fürchten. Die Gespräche der Finanzinvestoren Advent und Permira mit dem chinesischen Arzneimittel-Konzern Shanghai Pharma über eine Gegenofferte seien gescheitert, sagten vier mit dem Vorgang vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Man habe sich nicht über den Preis einigen können. Bain Capital und Cinven bieten 5,3 Milliarden Euro für das Unternehmen aus Bad Vilbel.

Shanghai Pharma hatte sein Interesse an Stada bekräftigt und Gespräche mit Finanzinvestoren bestätigt. Laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg erwog das Trio eine gemeinsame Offerte über rund 70 Euro je Aktie, die das Bain/Cinven-Angebot von 66 Euro übertroffen hätte. Das trieb die Stada-Aktie zeitweise bis auf 67,60 Euro. Im Späthandel gab sie am Mittwoch zwei Prozent auf 64,20 Euro nach. Stada, Advent und Permira wollten sich nicht äußern.

Advent und Permira hatten den Bieterkampf um Stada im April gegen Bain und Cinven verloren. Shanghai Pharma hatte bereits im März Interesse an Stada angemeldet, damals im Verbund mit dem Finanzinvestor CVC. Zu einem offiziellen Angebot hatte es aber nicht gereicht. Auch beim zweiten Anlauf lief den Chinesen die Zeit davon. Ein Gegenangebot hätte spätestens bis zum Freitag angekündigt werden müssen, um es – nach der vorgeschriebenen Prüfung durch die Finanzaufsicht BaFin – den Stada-Aktionären noch rechtzeitig unterbreiten zu können.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)
Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

(Foto: AP)
Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

(Foto: dpa)
Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)

Shanghai Pharma hätte den Insidern zufolge in dem Dreier-Konsortium eine Minderheit an Stada übernommen. Dass das Unternehmen nun einen anderen Partner sucht, um Stada doch noch zu übernehmen, ist unwahrscheinlich. Denn nur Permira und Advent haben die Bücher von Stada bereits geprüft und hätten den Chinesen damit den nötigen Informationsvorsprung geben können.

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Standort erkennen

    Die Offerte von Bain und Cinven über 66 Euro je Aktie läuft bis zum 8. Juni. Die Übernahme kommt allerdings nur zustande, wenn mindestens 75 Prozent der Stada-Anteilseigner ihre Aktien den Investoren andienen. Bis vorigen Donnerstag waren es erst 6,2 Prozent. Die Spekulationen über ein mögliches höheres Gebot hatten zahlreiche Privatanleger zögern lassen. 27 Prozent an Stada sind in ihren Händen. Die meisten Großinvestoren warten ohnehin bis zum letzten Tag, ehe sie entscheiden.

    • rtr
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