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Stada-Übernahme Geplatzter Milliardendeal lässt Aktie abstürzen

Die Finanzinvestoren Bain und Cinven haben die Schwelle für die milliardenschwere Übernahme von Stada knapp verpasst. Nun ist die Zukunft des Pharmakonzerns wieder offen. Die Aktie gerät am Morgen ins Rutschen.
26.06.2017 Update: 27.06.2017 - 09:58 Uhr Kommentieren
Die Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven ist geplatzt. Quelle: Reuters
Stada

Die Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven ist geplatzt.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Auf die geplatzte Übernahme des Arzneimittelherstellers Stada dürfte am heutigen Dienstag ein Kursrutsch der Aktie folgen. Nachdem die Nachricht am Montagabend bekannt wurde, rauschten die im Nebenwerteindex Mdax notierten Titel zu Handelsbeginn um 6,6 Prozent auf 57,69 Euro in die Tiefe.

Am Dienstagabend hatten die Finanzinvestoren Bain und Cinven sowie Stada das Scheitern der Übernahme bekannt gegeben: Um zwei Prozentpunkte wurde die Mindestannahmeschwelle von 67,5 Prozent verpasst.
Damit ist eine Übernahme durch die beiden Finanzinvestoren zumindest vorerst von Tisch.

Händler sagten, Spekulationen auf ein mögliches neues Gebot sorgten für einen nicht noch stärkeren Kurseinbruch. „Die Frage ist nun, ob die früheren Bieter Permira und Advent wieder auf der Bildfläche erscheinen und eine zweite Offerte abgeben“, sagte ein Börsianer. Die beiden Investoren hatten nach monatelangem Ringen gegen Bain und Cinven den Kürzeren gezogen.

Bain und Cinven hatten sich nach einem monatelangen Poker um Stada gegen die Konkurrenten Advent und Permira durchgesetzt und mit 66 Euro je Aktie dabei nach Einschätzung von Analysten einen attraktiven Preis geboten. Insgesamt wurde Stada inklusive Schulden damit mit 5,3 Milliarden Euro bewertet.

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    Die größten Pharmakonzerne der Welt
    Platz 20: Astellas
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    Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

    (Foto: dpa)
    Platz 19: Boehringer
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    Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

    (Foto: ap)
    Platz 18: Takeda
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    Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

    (Foto: Reuters)
    Platz 17: Allergan
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    Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

    (Foto: AP)
    Platz 6: Bayer
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    Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

    (Foto: dpa)
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    Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

    (Foto: Reuters)
    Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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    Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

    (Foto: ap)

    Dass die Übernahme nicht ganz einfach werden würde, zeichnete sich bereits Anfang Juni ab. Weil weniger Aktionäre als erwartet ihre Aktien angedient hatten, setzten Bain und Cinven am 7. Juni – einen Tag vor Ablauf der ersten Annahmefrist – die ursprünglich gesetzte Annahmequote von 75 Prozent auf 67,5 Prozent herunter und verlängerten die Offerte um weitere zwei Wochen. In den folgenden Tagen dienten die Aktionäre auch weiterhin nur sehr zögerlich an. Am Donnerstagmittag vergangener Woche, zwölf Stunden vor Ablauf der Frist, hatten 45,3 Prozent ihre Aktien angedient.

    Das Scheitern der Übernahme wird in Bankenkreisen zu einem großen Teil auf den Einstieg von Hedgefonds zurückgeführt. Sie waren verstärkt bei Stada eingestiegen, nachdem Mitte Mai Spekulationen aufkamen, dass Shanghai Pharmaceuticals aus China auch noch eine Übernahme von Stada erwäge. Dazu kam es allerdings nicht.

    Schätzungen gehen davon aus, dass die Hedgefonds im Nachgang zu den Spekulationen um eine Übernahme durch Shanghai Pharmaceuticals mehr als 20 Prozent der Stada-Aktien erworben haben. Sie dürften darauf spekuliert haben, nach dem Gelingen der Übernahme zu einem höheren Preis ausgekauft zu werden und damit ihre Verluste zu begrenzen, da sie zu hohen Preisen eingestiegen waren. Nun haben sie sich verzockt.

    Bain und Cinven müssen ein Jahr warten
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