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Stadt hat bereits Arbeitslosenquote18,5 Prozent Bremerhaven - Stadt mit Schlagseite

Fieberhaft schuften die Werftarbeiter auf der Bremerhavener SSW Fähr- und Spezialschiffbau. Zwei stämmig wirkende Metaller schaffen mit Staplern Stahlmatten heran, andere verschweißen einzelne Sektionen zu grauen Deckshäusern, ihre Atemluft vermischt sich an diesem kalten Februartag mit dem beißenden Nebel des Schweißgeräts. „Unsere Werft mit 390 Mitarbeitern ist voll ausgelastet“, sagt Jan H. Wilhelm stolz. Das war mal anders: 2002 ging die Werft Pleite, Wilhelm ist heute der Insolvenzverwalter der SSW.
  • Gregory Lipinski (Bremerhaven)

Er kann nachempfinden, wie es wenige Kilometer weiter seit Montag zugeht: Da meldete die Lloyd- Werft Insolvenz an, nachdem sie durch die Havarie des US-Kreuzfahrtschiffs „Pride of America“ ins Schlingern geraten war. Dies trifft auch die SSW: 90 Mitarbeiter hatten bei Lloyd ausgeholfen und auf dem Ozeanriesen Metallarbeiten ausgeführt. Nun reißt dies in die Kasse der Werft einen Millionenloch.

Die Sorgen bei SSW und Lloyd verstärken die Schlagseite der 120 000 Einwohner zählenden Stadt Bremerhaven weiter. 1996 ging der Bremer Vulkan unter – davon hat man sich nie erholt.

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