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Premium Stagnation beim Chemiekonzern Welcher Prinz küsst Evonik wach?

Auch in das neue Jahr ist Evonik schwächer gestartet als die meisten Konkurrenten – trotz des Booms im Chemiegeschäft. Um den Konzern voranzubringen, braucht die neue Führung mehr als Akquisitionen. Eine Analyse.
24.05.2017 - 12:13 Uhr
Die Entwicklung des Konzerns zeigt, dass eine Fokussierung auf Spezialchemie noch keinen Ausweg aus der Wachstumsflaute garantiert. Quelle: dpa
Evonik-Werk in Köln

Die Entwicklung des Konzerns zeigt, dass eine Fokussierung auf Spezialchemie noch keinen Ausweg aus der Wachstumsflaute garantiert.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Mit Ablauf der Hauptversammlung am Dienstag hat der Essener Chemiekonzern Evonik den seit längerem geplanten Führungswechsel vollzogen. Christian Kullmann, der als Nachfolger von Klaus Engel das Ruder beim zweitgrößten deutschen Chemiekonzern übernimmt, geht in einer ausgesprochen turbulenten Phase der Chemieindustrie an den Start. Die Branche hat Fusionsfieber. Dennoch könnte sich der neue Chef zufrieden zurücklehnen, wenn er sich allein an der Aussage seines Kollegen Hariolf Kottmann vom Schweizer Konkurrenten Clariant orientieren würde. Der begründete am Tag zuvor die geplante Fusion von Clariant und der amerikanischen Huntsman-Gruppe mit der Prognose, dass die Entwicklung der Chemiebranche in den nächsten Jahren vor allem von Unternehmen mit mindestens dreizehn Milliarden Dollar Umsatz vorangetrieben wird. Da, wo Clariant und Huntsman mit ihrem Zusammenschluss hinwollen, ist Evonik schon lange.

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