Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Stahlfusion Das ist Europas neuer zweitgrößter Stahlkonzern

Die Konzerne Thyssen-Krupp und Tata formen den zweitgrößten Stahlhersteller Europas. Das sind die Einzelheiten des Milliardendeals.
01.07.2018 - 19:45 Uhr Kommentieren

Stahlehe mit Tata besiegelt: Thyssens Stahlkocher bekommen Jobgarantie bis 2026

Düsseldorf Eigentlich waren sich Thyssen-Krupp und Tata bereits im vergangenen September einig über die Bedingungen für ein Joint Venture. Jeweils 50 Prozent sollte jeder Partner halten, wenn es zu einer Fusion von Thyssen-Krupp Steel Europe und der europäischen Stahltochter des indischen Mischkonzerns Tata kommt.

Doch weil sich die Sparte der Inder zuletzt deutlich schlechter entwickelte als die der Deutschen, ließ Thyssen-Krupps Finanzchef Guido Kerkhoff den Deal nachverhandeln. Auch deshalb haben die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat des Ruhrkonzerns dem Vorhaben zum Schluss zugestimmt.

Zwar sieht die neue Vereinbarung weiterhin eine 50:50-Aufteilung des Gemeinschaftsunternehmens vor. Doch um den entstandenen Wertunterschied auszugleichen, haben beide Konzerne eine weitere Klausel vereinbart: Kommt es zu einem Börsengang des neu zu gründenden Unternehmens Thyssen-Krupp Tata Steel Europe, erhalten die Essener mit 55 Prozent einen höheren Anteil am Erlös, während Tata lediglich 45 Prozent erhält. Zudem darf Thyssen-Krupp vier Milliarden Euro Schulden einbringen, Tata lediglich 2,5 Milliarden Euro.

Mit insgesamt 48.000 Mitarbeitern und einem geschätzten Ausstoß von etwa 22 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr formen die beiden Konzerne nun den zweitgrößten Stahlhersteller Europas nach Arcelor-Mittal. Der Jahresumsatz des Gemeinschaftsunternehmens beträgt nach heutigem Stand 17 Milliarden Euro.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Thyssen-Krupp und Tata hoffen auf jährliche Einsparungen von bis zu 500 Millionen Euro. Langfristig könnten bis zu 4000 Stellen wegfallen, so die Rechnung. Etwa die Hälfte davon soll auf Thyssen-Krupp entfallen, wobei Personalvorstand Oliver Burkhard einen sozialverträglichen Abbau zugesagt hatte.

    Doch bis es dazu kommt, dürfte es noch dauern. Denn die Arbeitnehmer hatten sich für ihre Zustimmung im Aufsichtsrat umfangreiche Job- und Standortgarantien ausbedungen. So dürfen bis 2026 keine Angestellten gekündigt werden, die deutschen Standorte sollen bis mindestens 2020 erhalten bleiben. Ähnliche Bedingungen hatten auch die Arbeitnehmer von Tata gestellt.

    Startseite
    0 Kommentare zu "Stahlfusion: Das ist Europas neuer zweitgrößter Stahlkonzern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%