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Stahlhändler Klöckner & Co sieht sich bei Digitalisierung vorn

Der Duisburger Stahlkonzern Klöckner & Co hofft auf weiteren Auftrieb durch digitale Innovation. Die Investoren freuen sich über gute Zahlen.
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Im abgelaufenen Jahr profitierte der Stahlkonzern vor allem von höheren Preisen. Quelle: dpa
Klöckner & Co

Im abgelaufenen Jahr profitierte der Stahlkonzern vor allem von höheren Preisen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) sieht sich durch die vorangetriebene Digitalisierung des Geschäfts auf Wachstumskurs. In der Branche werde es eine größere Konsolidierung geben, sagte Konzernchef Gisbert Rühl am Dienstag in Düsseldorf. „Wer den Sprung in die Digitalisierung nicht schafft, wird aus dem Geschäft rausgehen.“

KlöCo wolle dabei als aktiver Spieler auftreten. Der klassische Stahlhandel in Europa bleibe dagegen schwierig. Deshalb habe der Konzern den Fokus schon vor Jahren auf Digitalisierung gelegt. Im Schlussquartal habe der digital erreichte Umsatzanteil bereits bei einem Viertel des Gesamtumsatzes gelegen.

Im abgelaufenen Jahr profitierte KlöCo vor allem von höheren Preisen und erzielte dadurch ein Umsatzplus von knapp acht Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Auch für 2019 rechnen die Duisburger mit einem deutlichen, preisgetriebenen Anstieg.

Das Geschäft mit der Autoindustrie in Europa werde sich aber voraussichtlich nicht erholen, sagte Rühl. Besser laufe es dagegen in den USA. Der Betriebsgewinn (Ebitda) werde im neuen Jahr nur leicht zulegen, nachdem sich das Ebitda 2018 um 3,4 Prozent auf 227 Millionen Euro verbessert hatte. An der Börse kamen die Zahlen gut an: KlöCo-Aktien legten um rund zwölf Prozent zu.

Extrem groß sei das Interesse von Firmen an der Industrieplattform XOM Materials, an der die Duisburger nun ein Viertel der Anteile an Investoren abgeben wollen. Die erste Finanzierungsrunde stehe kurz vor dem Abschluss. Alle Kosten für die Digitalisierung sollen damit wieder eingespielt werden.

In den nächsten zwei Jahren würde KlöCo auch die Mehrheit an der Plattform abgeben, die auch Rivalen offen steht. Langfristig sei zudem für XOM ein Börsengang eine Option. Bei der Bewertung könnte XOM laut Rühl Klöckner einmal übertreffen. Während Klöckner selber nur in sieben Ländern vertreten sei, sei die Plattform in 14 Ländern aktiv.

Die Digitaltochter Klöckner.i bietet seit Jahresanfang auch externen Firmen Beratung bei der digitalen Transformation an, unabhängig aus welcher Branche sie kommen. Dabei kooperiert die Firma mit der zum Axel-Springer-Konzern gehörenden Gesellschaft Axel Springer hy. Auch hier werde deutliches Wachstum erwartet.

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