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Stahlindustrie Liberty Steel stellt Werke mit 1500 Beschäftigten zum Verkauf

Der Konzernumbau nimmt Formen an und soll zahlreiche Jobs retten. Verkauft werden soll auch das Geschäft mit Luft- und Raumfahrt, das durch die Pandemie gelitten hat.
22.02.2021 Update: 22.02.2021 - 15:22 Uhr Kommentieren
In Großbritannien beschäftigt Liberty etwa 3000 Menschen. Quelle: dpa
Aufgewickelter Stahl

In Großbritannien beschäftigt Liberty etwa 3000 Menschen.

(Foto: dpa)

Stocksbridge Der in Finanznöte geratene Stahlkonzern Liberty Steel will mehrere Werke in Großbritannien mit insgesamt 1500 Beschäftigten verkaufen. Der Schritt ist Teil eines Konzernumbaus, mit dem zahlreiche Jobs gerettet werden sollen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Liberty beschäftigt etwa 3000 Menschen in Großbritannien und ist von der Insolvenz von Greensill Capital stark betroffen – der Mutterkonzern Gupta Family Group Alliance (GFG) steht bei dem Finanzdienstleister mit mehreren Milliarden Euro in der Kreide. Gläubiger hoffen, von dem nach eigenen Angaben international bislang profitablen Stahlkonzern einen Teil ihres Gelds zurückzubekommen.

Zum Verkauf steht unter anderem das Geschäft mit Luft- und Raumfahrt sowie Speziallegierungen am größten britischen Standort in Stocksbridge. Wegen des Einbruchs in der Luftfahrt im Zuge der Corona-Pandemie war die Stahlnachfrage stark gesunken.

Liberty will sich stattdessen auf sein Werk in Rotherham konzentrieren, das Stahlschrott recycelt. Damit könne der benötige Stahlimport nach Großbritannien verringert werden, hieß es. Gewerkschaften forderten, die Zukunft der Werke zu sichern, die für die Rüstungsindustrie und Energiewirtschaft Großbritanniens von zentraler Bedeutung seien.

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    Gegen GFG wird im Zuge der Greensill-Insolvenz wegen Betrugs und Geldwäsche ermittelt, dabei geht es um finanzielle Abmachungen mit dem Finanzdienstleister. Liberty hatte im vergangenen Winter ein Übernahmeangebot für die Stahlsparte von Thyssenkrupp vorgelegt. Nach intensiven Gesprächen hatte der deutsche Branchenführer aber im Februar den Briten eine Absage erteilt.

    Mehr: Die Stahlindustrie ist in Gewinnlaune – doch das verdeckt tieferliegende Probleme

    • dpa
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