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Stahlkonzern Bahn vergibt keine Aufträge an Moravia

Vier große Schienenhersteller hatten jahrelang illegal Preise für Schienenlieferungen an die Bahn abgesprochen. Sie wurden zu Bußgeldern verdonnert. Doch Moravia wollte nicht zahlen. Die Bahn zieht nun die Konsequenzen.
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Gleisbauarbeiter auf Baustelle: Moravia bewirbt sich dennoch um einen Schienen-Großauftrag. Quelle: ddp

Gleisbauarbeiter auf Baustelle: Moravia bewirbt sich dennoch um einen Schienen-Großauftrag.

(Foto: ddp)

BerlinDie Deutsche Bahn vergibt an den tschechischen Stahlkonzern Moravia bis auf weiteres keine Schienen-Aufträge mehr. Der bundeseigene Konzern reagierte damit auf die Weigerung Moravias, Schadenersatz zu zahlen, nachdem dessen Verwicklung in verbotene Preisabsprachen aufgedeckt worden war. Bei kommenden Schienenlieferungen schließe die Bahn Moravia vom Vergabeverfahren aus, sagte ein Bahnsprecher am Mittwoch in Berlin. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung „Die Welt“.

Vier große Schienenhersteller hatten von 2001 bis 2011 illegal Quoten und Preise für Schienenlieferungen an die Bahn abgesprochen. Das österreichische Unternehmen Voestalpine brachte den Fall als Kronzeuge ins Rollen. Das Bundeskartellamt verhängte Bußgelder von zusammen 134,5 Millionen Euro gegen die Hersteller ThyssenKrupp, Voestalpine, die seit 2010 zum Vossloh-Konzern gehörende Stahlberg Roensch und die deutsche Moravia-Tochter.

Anders als ThyssenKrupp und Voestalpine leistete jedoch Moravia nach Bahn-Angaben keine Wiedergutmachung. Deshalb sei das tschechische Unternehmen für die Bahn kein zuverlässiger Partner mehr. Moravia habe sich dennoch um einen Schienen-Großauftrag für 2014 und 2015 beworben. Das habe die Bahn zurückgewiesen, sagte der Sprecher. Das Bundeskartellamt habe geprüft, ob der Ausschluss vom Vergabeverfahren rechtmäßig sei und dies bestätigt.

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  • dpa
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