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Stahlkonzern Drohende Kartellstrafe – Thyssen-Krupp schließt weitere Finanzrisiken nicht aus

Thyssen-Krupp hat seine Ziele für 2017/18 verfehlt. Um zukünftig Kartellverfahren zu umgehen, prüft man einen Austritt aus der Wirtschaftsvereinigung Stahl.
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Thyssen-Krupp kann Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausschließen. Quelle: Reuters
Thyssen-Krupp AG

Thyssen-Krupp kann Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausschließen.

(Foto: Reuters)

BerlinThyssen-Krupp schließt nach den Rückstellungen wegen einer drohenden Kartellstrafe im Stahlbereich weitere Finanzrisiken nicht aus. Zunächst einmal müsse das laufende Verfahren abgewartet werden, sagte Compliance-Vorstand Donatus Kaufmann in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Richtig ist, dass wir weitere Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage grundsätzlich nicht ausschließen können.“

Vor gut einer Woche hatte Thyssen-Krupp eingeräumt, wegen des Kartellverfahrens die bereits gesenkten Jahresziele für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende September) verfehlt zu haben. Die Rückstellungen dürften aber nicht als Schuldeingeständnis missverstanden werden, sagte Kaufmann. Zur Höhe wollte er sich nicht äußern. Das Verfahren habe zuletzt an Dynamik gewonnen. Thyssen-Krupp habe eine eigene Untersuchung mit einer externen Kanzlei vorangetrieben.

„So sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Eintrittswahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent möglich ist“, erläuterte er die Hintergründe für die Rückstellungen. Die Untersuchungen des Bundeskartellamts bei den Produktgruppen Grobblech und Fachstahl liefen bereits seit längerem.

Als Konsequenz aus dem Verfahren kann sich Kaufmann einen Austritt aus der Wirtschaftsvereinigung Stahl vorstellen. „Dass bei Verbandstreffen ein erhöhtes Risiko für Kartellverstöße besteht, ist uns seit langem klar. Schließlich treffen dort Wettbewerber aufeinander.“ Der Verband habe sich deshalb reformiert und die Satzung angepasst. Nun komme es darauf an, die neuen Regeln auch zu befolgen. „Wenn nicht, werden wir Konsequenzen ziehen.“ Den Verband zu verlassen, sei aber die Ultima Ratio.

Thyssen-Krupp war bereits mehrfach im Visier des Kartellamts. Konzernchef Guido Kerkhoff, der erst seit rund vier Monaten den Chefposten übernommen hat, präsentiert am Mittwoch die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017/18.

  • rtr
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