Stahlkonzern Geschäft von Voestalpine boomt – Rekord bei Umsatz und Gewinn

Der wirtschaftliche Aufschwung sorgt für gute Jahreszahlen bei Voestalpine. Der Stahlkonzern verzeichnet Rekorde bei Umsatz und Gewinn.
Update: 06.06.2018 - 09:52 Uhr Kommentieren
Der österreichische Stahlkonzern schließt das Geschäftsjahr mit ausgezeichneten Zahlen ab. Quelle: Reuters
Voestalpine

Der österreichische Stahlkonzern schließt das Geschäftsjahr mit ausgezeichneten Zahlen ab.

(Foto: Reuters)

WienDer weltweite Wirtschaftsaufschwung und eine brummende Nachfrage aus wichtigen Kundengruppen wie der Automobilbranche haben dem Linzer Stahlkonzern Voestalpine zu einem Rekordgewinn verholfen. Unter dem Strich kletterte der Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr 2017/18 um mehr als die Hälfte auf 817,9 (527,0) Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Aktionäre sollen nun eine höhere Dividende von 1,40 (1,10) Euro je Aktie erhalten.

Den Konzernumsatz stieg im vergangenen Jahr um 14,2 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebit) legte um 43,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Damit hat der weltweit knapp 50.000 Mitarbeiter zählende Konzern die Erwartungen von Analysten leicht übertroffen. Bei den Aktionären kam dies gut an, die Papiere legten im frühen Geschäft 2,8 Prozent auf 44,4 Euro zu.

Alle Geschäftsbereiche zeigten Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Das größte Plus sei aber in der Stahldivision erzielt worden, wo der operative Gewinn auf 593 Millionen Euro mehr als verdoppelt wurde. Hier habe sich die brummende Nachfrage aus der Automobilindustrie ausgewirkt, erklärte Voestalpine.

Die Linzer, die sich von einem Stahlerzeuger zu einem stahlverarbeitenden Technologiekonzern entwickelt haben, beliefern die führenden europäischen Automobilhersteller unter anderem mit Blechen und Karosserieteilen. Sie produzieren aber auch Schienen für Hochgeschwindigkeitszüge oder Pipelinerohre für die Öl- und Gasbranche.

Dank der guten konjunkturellen Entwicklung zu Beginn des neuen Geschäftsjahres erwartet Vorstandschef Wolfgang Eder zumindest bis Herbst eine anhaltend starke Entwicklung. Für das Gesamtjahr 2018/19 sieht Eder, der in gut einem Jahr die Führung des Konzerns abgibt, jedoch keine großen Sprünge. Das Ergebnis werde auf dem Niveau des Vorjahres erwartet, hieß es.

Begründet wurde dies mit negativen Effekten durch den seit langem geplanten reparaturbedingten Stillstand des größten Hochofens im Konzern. Dadurch werde insbesondere das zweite, aber auch das dritte Quartal belastet.

Die Österreicher hoffen dies aber durch anziehende Geschäfte mit der Öl- und Gasbranche oder der Eisenbahninfrastruktur ausgleichen zu können. Die neuen US-Zölle auf Stahl- und Aluminium-Importe wird die Voestalpine nach eigener Auskunft gut bewältigen können. Höchstens drei Prozent des Umsatzes könnten von ihnen betroffen sein, erklärt das Unternehmen.

  • rtr
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