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Stahlkonzern Gewinn bei Arcelor-Mittal bricht um die Hälfte ein

Der größte Stahlhersteller der Welt kämpft mit der Coronakrise. Finanzchef Aditya Mittal sieht dennoch erste Zeichen der Erholung.
30.07.2020 - 12:30 Uhr Kommentieren
Die Coronakrise kostet Arcelor-Mittal Milliarden. Quelle: dpa
Stahlkocher in Eisenhüttenstadt

Die Coronakrise kostet Arcelor-Mittal Milliarden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Geschlossene Autofabriken, strenge Infektionsschutzmaßnahmen und anhaltend hohe Produktionskosten haben die Stahlindustrie während der Corona-Pandemie vor große Herausforderungen gestellt. Davon blieb auch der weltgrößte Hersteller Arcelor-Mittal nicht verschont: Die erste Jahreshälfte sei „eine der schwierigsten Perioden der Unternehmensgeschichte“ gewesen, erklärte Arcelor-Mittal-Finanzchef Aditya Mittal bei der Präsentation der Halbjahreszahlen am Donnerstag.

So brach der Umsatz des luxemburgischen Stahlriesen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte auf knapp elf Milliarden US-Dollar ein. Hatte Arcelor-Mittal im ersten Halbjahr 2019 noch knapp 48 Millionen Tonnen Stahl produziert, waren es zwischen Januar und Juni 2020 nur noch 35,5 Millionen Tonnen.

Entsprechend stark brachen auch die Erlöse weg: Statt 3,2 Milliarden Dollar wie noch 2019 fuhr der Konzern in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 1,7 Milliarden Dollar ein. Unterm Strich schrieb Arcelor-Mittal einen Nettoverlust von knapp 1,7 Milliarden Euro.

Trotz der stark rückläufigen Ergebnisse trieb der Vorstand das seit einiger Zeit laufende Programm zur Schuldensenkung weiter voran. So reduzierte der Stahlkocher seine Nettoverschuldung seit Ende des vergangenen Jahres von 9,3 auf 7,8 Milliarden Dollar – und damit auf den niedrigsten Stand seit der Fusion von Mittal Steel und Arcelor im Jahr 2007. Als Ziel hatte Mittal eine Nettoverschuldung von sieben Milliarden Euro ausgerufen.

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    Optimistischer Ausblick

    Für die Aktionäre ist das eine gute Nachricht. So stellte der Finanzchef in Aussicht, dass mit Erreichen des Schuldenziels regelmäßig ein gewisser Prozentsatz des Free Cashflows künftig per Dividende oder Aktienrückkauf direkt an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Dabei ist die Mittal-Familie mit einem Anteil von rund 38 Prozent selbst an dem Stahlkonzern beteiligt.

    Angesichts des schrittweisen Hochlaufs zahlreicher Wirtschaftszweige gab Mittal trotz des starken Geschäftseinbruchs einen optimistischen Ausblick. „Das zweite Quartal markiert den Tiefpunkt“, so der Manager, der neben dem Finanzressort auch das Europageschäft von Arcelor-Mittal verantwortet. „Wir sehen in vielen Märkten, in denen wir operieren, ein Anziehen der Nachfrage.“

    Von vielen Analysten wird diese Einschätzung geteilt. So schrieb Goldman-Sachs-Analyst Jack O’Brien in einer aktuellen Studie, er sehe bereits erste Anzeichen der Nachfrageerholung etwa in der Autoindustrie. Für Arcelor-Mittal dürfte damit das erste Halbjahr den Tiefpunkt der Gewinnentwicklung markiert haben, so der Branchenexperte.

    Dennoch stellt sich Arcelor-Mittal auf eine längere Dürreperiode ein, bis die Stahlnachfrage wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Finanzchef Mittal kündigte an, die Kostensenkungsprogramme daher fortzuführen. Eine detaillierte Strategie will der Konzern im nächsten Jahr zusammen mit den Ergebnissen für 2020 vorlegen.

    Mehr: Im Interview erklärt Finanzchef Aditya Mittal, wie der größte Stahlkonzern der Welt das Klimaproblem lösen will.

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